Mittwoch, 04. Februar 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

DIW: Marktanteil von Elektromobilität wächst zu langsam
Dax weiter leicht im Minus - Anleger bleiben vorsichtig
Rheinland-Pfalz: Schaffner stirbt nach Attacke durch Schwarzfahrer
Özoguz kritisiert Fifa-Pläne zur Wiedereingliederung Russlands
IW: Bundeshaushalt gerät zunehmend in Schieflage
US-Börsen lassen nach - Goldpreis steigt weiter kräftig
Schweigeminute: Schnieder will für mehr Sicherheit in Zügen sorgen
Geschäftsklima in Autoindustrie etwas besser
Jeden Tag durchschnittlich acht Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter
Thüringer AfD scheitert mit Misstrauensantrag gegen Voigt

Newsticker

21:26Angespannte Sicherheitslage: Bundeswehr reduziert Präsenz im Irak
20:14Grüne kritisieren Untätigkeit gegen russische Schattenflotte
18:59Merz will mehr Rüstungsexporte an Golfstaaten ermöglichen
17:54Dax schwächer - Technologiewerte unter Druck
17:43Haftbefehl nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter bei Landstuhl
17:17Breite Kritik an Verfahren gegen Maja T.
16:51Trump telefoniert mit Xi über Weltlage und Handel
16:20Jeden Tag durchschnittlich acht Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter
16:07Kürzung bei Kursen: Integrationsbeauftragte tritt Dobrindt entgegen
15:43Schweigeminute: Schnieder will für mehr Sicherheit in Zügen sorgen
15:13Thüringer AfD scheitert mit Misstrauensantrag gegen Voigt
14:44SPD kritisiert Sicherheitsmanagement der Bahn
14:24Maja T. in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt
14:17Merz will in Abu Dhabi nicht bei Ukraine-Gesprächen vorbeischauen
14:15Weiterer Meilenstein für Brigade in Litauen erreicht

Börse

Am Mittwoch hat der Dax Verluste gemacht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.603 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Umweltbundesamt pocht nach Zertifikate-Skandal auf bessere Kontrolle


Umweltbundesamt (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Angesichts der Affäre um angeblich gefälschte Klimaschutz-Zertifikate von Mineralölkonzernen hat der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, stärkere Kontroll-Strukturen angemahnt. "Mir hat das System von Anfang an nicht gefallen, weil ich es für betrugsanfällig gehalten habe", sagte er der "Welt am Sonntag".

Der deutsche Gesetzgeber erlaubte es Mineralölkonzernen im Jahr 2018, ihre Treibhausgasquoten dadurch zu verbessern, dass innerhalb der Lieferkette CO2-Emissionen eingespart werden - auch im Ausland. Mit entsprechenden Zertifikaten sollte eine sogenannte "Upstream Emission Reduction" (UER) nachgewiesen werden, also eine Reduktion von Emissionen, die entstehen, bevor der Raffinerierohstoff in die Raffinerie oder Verarbeitungsanlage gelangt.

75 Projekte wurden genehmigt, deutlich mehr als die Hälfte steht mittlerweile unter Betrugsverdacht. Das Programm soll nun zwei Jahre früher als geplant eingestellt werden.

Verantwortlich für die Genehmigungen war das UBA, das laut Messner bereits Ende August 2023 erste Hinweise auf den möglichen Betrug erhalten habe. Trotz der angeblich erkannten "abstrakten Betrugsgefahr" gab es nur genau zwei Mitarbeiter, die beim UBA das gesamte System kontrollieren sollten. "Der Routinevollzug der Kontrollen der Klimaschutzprojekte im Ausland war spartanisch aufgestellt", so Messner. Der Bundestag habe dem Umweltbundesamt nur zwei Stellen bewilligt.

"Der Überprüfungsmechanismus basiert auf dem Vertrauen in die Verifizierer und Validierer", sagte Messner weiter. "Wir kommen mit Kontrollen vom Schreibtisch, mit noch so guten Satellitenbildern, mit immer neuen Nachfragen bei Validieren, Zertifizieren und Projektträgern an die Grenzen der Nachweisbarkeit." Man müsse die Verdachtsfälle vor Ort in China "mit einer internationalen Mission" überprüfen können.

"Dass das System vorzeitig beendet wird, war wegen der abstrakten Betrugsgefahr ohnehin geplant", sagte der UBA-Präsident. Wann genau die ersten Gespräche über einen vorzeitigen Stopp geführt wurden, konnte die Behörde zunächst nicht beantworten. Im Mai stellte das UBA Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Berlin.

Die politische und juristische Aufarbeitung des mutmaßlichen Betrugsskandals ist auch deshalb entscheidend, weil das Problem mit dem vorzeitigen Stopp der Klimaschutzprojekte im Ausland nicht gelöst ist. "Wir müssen in Zukunft viel grünen Wasserstoff importieren, der sich chemisch nicht von anderem Wasserstoff unterscheidet", sagte Messner. Deshalb werde man auch beim Wasserstoff und anderen Produkten die Herkunft zertifizieren müssen und werde "vor den gleichen Herausforderungen stehen, wie bei den Klimaschutzprojekten im Ausland", so der UBA-Chef. "Wir arbeiten bereits daran, wie man da für die Zukunft bessere regulatorische Vorgaben machen kann."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 15.06.2024 - 11:10 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung