Samstag, 30. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Ärzte ohne Grenzen: Kampf gegen Ebola wegen Kürzungen erschwert
Dax am Mittag weiter zurückhaltend - Technologietitel fehlen
Tream auf Platz eins der Album-Charts
Inflationsrate im Mai bei 2,6 Prozent
Russische Drohne in rumänisches Hochhaus eingeschlagen
Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bleibt schwach
Dax legt geringfügig zu - Unsicherheit wegen Iran-Verhandlungen
Niedersachsen wirbt für Alternative zu Chatkontrolle
Forsa-Umfrage: Deutsche pflegen gute Nachbarschaft
Al-Wazir begrüßt Anklage gegen Scheuer wegen Maut-Skandal

Newsticker

01:00CDU will Kinder mehr an Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen
01:00Weber pocht auf Ausbau der Atomenergie
01:00Weber drängt CSU zu Neuausrichtung
00:00AfD könnte bei Wahlsieg in Sachsen-Anhalt 2.500 Stellen besetzen
00:00Union pocht auf günstigere DFB-Kindertrikots vor WM
00:00Reservistenverband verteidigt Pistorius` Pläne
00:00Kliniken: 74 Prozent bewerten Lage als unbefriedigend
00:00Regierung: Nur wenige Verstöße gegen 12-Uhr-Regel für Tankstellen
00:00Ifo: Staatsausgaben steigen - private Investitionen sinken
00:00Antisemitismusbeauftragter will soziale Medien strenger regulieren
00:00Dürr mahnt FDP zu mehr inhaltlicher Klarheit
00:00Brauer erwarten WM-Bierabsatz trotz ausbleibender Fanmeilen
00:00Antisemitismusbeauftragter unterstützt Umbau von "Demokratie leben"
22:19US-Börsen legen zu - Ölpreis sinkt weiter
20:17Gewinnzahlen Eurojackpot vom Freitag (29.05.2026)

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax geringfügig zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.105 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start schwankte der Dax überwiegend im Plus. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Weber pocht auf Ausbau der Atomenergie


Atomkraftwerk (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

EVP-Chef Manfred Weber (CSU) dringt auf eine stärkere Nutzung von Atomkraft. "Ohne Atomstrom kann die Energiewende nicht gelingen. Wir brauchen die Grundlastversorgung zu einem vernünftigen Preis", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Ob in Deutschland neue Kernkraftwerke gebaut oder stillgelegte reaktiviert werden, müsse die deutsche Politik entscheiden.

Weber rief zur Schaffung eines offenen Energie-Binnenmarkts auf. "Wenn Frankreich, Polen, die Tschechische Republik, die Niederlanden, Schweden und Finnland jetzt auf Atomkraft setzen, um die sonnenarmen Stunden auszugleichen, dann soll auch Deutschland davon profitieren", sagte er. "Wir brauchen Strom als ganz normale handelbare Ware." Ein Energie-Binnenmarkt könne seiner Ansicht nach "den deutschen Fehler des Atomausstiegs heilen".

Weber äußerte sich skeptisch über zu möglichen neuen Entlastungen, um die Folgen des Iran-Kriegs auszugleichen. "Es ist gut, dass geholfen wird - je zielgerichteter, desto besser. Es kommt aber auch der Punkt, wo wir den Menschen sagen müssen, dass wir nicht alle weltwirtschaftlichen Auswirkungen abfedern können", sagte er. "Wir sind als Deutsche und Europäer in einem globalen Boot und werden hin und her geschlagen."

Weber forderte, die erneuerbaren Energiequellen weiter auszubauen und zugleich auf die Kernkraft setzen. "Das sind die beiden großen Botschaften in der europäischen Energiepolitik", sagte er.

Der EVP-Chef widersprach damit einer kürzlich veröffentlichten Studie, die das Umweltbundesamt in Auftrag gegeben hatte. Danach kann Atomenergie bei der Bekämpfung des Klimawandels allenfalls eine untergeordnete Rolle spielen. Die Wissenschaftler des Öko-Instituts kommen in ihrer Forschung zu dem Ergebnis, dass zur Vermeidung von Treibhausgasen Kernenergie im Vergleich zu erneuerbaren Energien eine teure Option ist. Während erneuerbare Energien bereits heute und auch perspektivisch kostengünstige Möglichkeiten zur Emissionsminderung bieten, bleiben neue Kernkraftwerke aufgrund hoher Kapitalkosten, langer Bauzeiten und erheblicher finanzieller Risiken eine kostenintensive Vermeidungsoption.

Hinzu kommt, dass Kernenergie laut Öko-Institut für ein zukünftiges Stromsystem mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien nur begrenzt geeignet ist. Wind- und Solarenergie erzeugen Strom abhängig von Wetterbedingungen und Tageszeit. Das künftige Energiesystem brauche daher flexible Anlagen, die diese Schwankungen ausgleichen können. Konventionelle Kernkraftwerke sind aufgrund ihrer Größe, technischen Eigenschaften und wirtschaftlichen Anforderungen auf hohe Auslastung angewiesen. Ein flexibler Betrieb würde ihre ohnehin hohen Stromerzeugungskosten weiter erhöhen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 30.05.2026 - 01:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung