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Sozialverband warnt vor Einschnitten in der Pflegeversicherung


Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, warnt vor Einschnitten in der Pflegeversicherung. Kurzfristige Einsparungen könnten am Ende sogar zu höheren Kosten führen, weil schwerere und damit teurere Pflegeverläufe später nicht mehr verhindert würden, sagte Bentele der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).

Wer jetzt allein auf steigende Pflegezahlen schaue und daraus ableite, Schwellenwerte anzuheben oder Leistungen einzuschränken, greife zu kurz, sagte sie. Die steigende Zahl an Pflegebedürftigen zeige auch, dass Pflegebedürftigkeit heute früher erkannt und akzeptiert werde. "Das ist eine positive Entwicklung, denn nur wer im System erfasst ist, kann Beratung, Prävention, Rehabilitation und Unterstützung erhalten", so Bentele.

Zur Stabilisierung der Finanzen der Pflegeversicherung sei kurzfristig eine Übernahme der versicherungsfremden Leistungen durch den Bund nötig. Mittelfristig brauche es einen fairen Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung. Langfristig führe kein Weg an einer solidarischen Pflegeversicherung vorbei, in die alle Bürger sowie alle Einkommensarten einbezogen würden, sagte Bentele.

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will mit einer Reform das Defizit in der Pflegeversicherung begrenzen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 20.05.2026 - 00:00 Uhr

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