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Der Dax hat sich am Mittwoch nach einem verhaltenen Start am Mittag weiter knapp im roten Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 26.120 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Volkswagen, Daimler Truck und Heidelberg Materials, am Ende Infineon, die Münchener Rück und Zalando. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Waldbrände: Wohlleben warnt vor Räumung zerstörter Waldflächen


Peter Wohlleben (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Förster und Autor Peter Wohlleben plädiert dafür, die nach den Bränden zerstörten Waldflächen möglichst in Ruhe zu lassen. "Die Natur bekommt das hin, da bin ich zuversichtlich. Sie hat ihr eigenes Notprogramm", sagte Wohlleben der "Rheinischen Post" am Mittwoch. "Man sollte die Fläche einfach in Ruhe lassen."

Das Schlimmste wäre seiner Ansicht nach, "den Boden mit Maschinen plattzuwalzen oder den Wald zu räumen". Dann würde man "den letzten verbliebenen Humus beseitigen und den Boden verdichten sowie noch mehr der Hitze und Trockenheit preisgeben", erklärte Wohlleben.

Im August waren allein im Hürtgenwald 300 Hektar und im Hohen Venn rund 3.000 Hektar abgebrannt. Die Flächen müssten zunächst auch nicht aufgeforstet werden, sagte Wohlleben. "Ich schätze, in ein bis zwei Jahren können im Hürtgenwald bereits wieder die ersten kleinen Bäume wachsen. Sicher sehen wir schon im nächsten Sommer erstes Grün."

Sollten nach ein paar Jahren doch Anpflanzungen nötig werden, müssten unbedingt heimische Laubwälder angesiedelt werden. "Dass heimische Laubwälder komplett bis zur Krone abbrennen, kommt in der Natur eigentlich nicht vor", so Wohlleben. "Es sind fast immer gerodete Flächen oder nicht heimische Nadelbäume, die brennen. Vor allem nicht heimische Nadelbaumarten wie Fichte, Kiefer oder Douglasie sollten wir nicht wieder anbauen. Dann legen wir die Grundlage für die Waldbrände von morgen."

Wohlleben ist studierter Forstwirt und hat mehrere Bücher rund um das Thema Bäume und das Ökosystem Wald geschrieben. Sein Werk "Das geheime Leben der Bäume" wurde 2020 verfilmt.

Es ist schwierig, Aussagen zum Zusammenhang von Waldbränden mit dem Klimawandel zu treffen, weil für viele Weltregionen nur wenige verlässliche Daten zu Waldbränden vorliegen und Faktoren wie das Waldmanagement und Brandstiftung eine Rolle spielen. Wetter mit hoher Brandgefahr, sogenanntes "Feuerwetter", hat allerdings auf allen Kontinenten zugenommen. In Südeuropa, dem Norden der eurasischen Landmasse, in den USA und Australien lässt es sich klar auf die globale Erderhitzung zurückführen, dass die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die insgesamt verbrannten Flächen zugenommen haben. Die Erderhitzung schreitet voran, solange insbesondere durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre gebracht werden.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.08.2026 - 13:58 Uhr

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