Mittwoch, 01. Juli 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Bericht: VW prüft Verkauf von China-Modellen in Europa
Bundesbank warnt vor Risiken von KI für Finanzstabilität
Dax legt deutlich zu - Telekom-Aktien bilden Schlusslicht
Banaszak fordert Debatte über AfD-Verbotsverfahren
CDU-Arbeitnehmerflügel für Reform der Erbschaftssteuer
Grüne fordern 100 Milliarden Euro für KI-Investitionen
KfW schlägt Innovationsagenda für Deutschland vor
Norwegen gewinnt WM-Sechzehntelfinale gegen Elfenbeinküste
Fußball-WM: Frankreich gewinnt souverän gegen Schweden
Fußball-WM: Mexiko souverän gegen Ecuador weiter

Newsticker

14:12Merz will DFB keine Tipps zur Trainerfrage geben
13:51Unionsfraktionsvize stellt Schutz für Ukrainer infrage
13:40Familienunternehmer warnen vor Steuererhöhungen
13:31Mehrere Tote und Verletzte bei Hochhausbrand in Antwerpen
13:08Grüne werfen Klingbeil Täuschung von Geringverdienern vor
13:06Spritpreise schon vor Tankrabatt-Ende deutlich gestiegen
12:41Nato-Generalsekretär sieht Deutschland bei Wehretat auf gutem Weg
12:29Dax dreht leicht ins Plus - 25.000er-Marke wieder geknackt
12:24Kabinett beschließt Gesetze zu Reserve und Bundeswehr-Infrastruktur
12:10Schmidt sieht US-Unterstützung für Bosnien-Amt gefährdet
12:03EU-Kommission will öffentliche Aufträge für Europäer reservieren
11:58Koalition einigt sich auf festen Herstellerrabatt für Pharma
11:55Bahn setzt auch im Fernverkehr auf Bodycams
11:49Grünen-Chef ruft zu Protesten gegen AfD-Parteitag auf
11:43Studie: Deutsche geben jeden zehnten Euro für Freizeit aus

Börse

Der Dax hat sich am Mittwoch nach einem verhaltenen Start bis zum Mittag leicht in den grünen Bereich bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 25.075 Punkten berechnet, dies entspricht einem Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Klingbeil will 35 Millionen Steuerzahler "entlasten"


Lars Klingbeil am 25.06.2026 / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will mit einer umfangreichen Steuerreform Millionen Bürger "entlasten". Er geht mit zwei unterschiedlichen Modellen in die entscheidenden Verhandlungen der Koalitionsspitzen am morgigen Mittwoch im Kanzleramt, wie der "Stern" berichtet.

Klingbeils erster Vorschlag verknüpft eine deutlich höhere Steuerentlastung in Höhe von 28 Milliarden Euro mit einer stärkeren Gegenfinanzierung, etwa durch eine höhere Erbschaftsteuer. Sein zweites Modell fällt mit einem Volumen von etwa 17 Milliarden Euro bescheidener aus, verzichtet dafür aber auch auf eine Gegenfinanzierung über die Erbschaftsteuer.

Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen von 40.000 bis 60.000 Euro pro Jahr würden im ersten Modell rund 800 bis 900 Euro weniger Steuern im Jahr bezahlen, im zweiten Modell fällt das Ergebnis etwa halb so hoch aus. Knapp eine Million Topverdiener müssten im ersten Modell mit einer Steuerbelastung rechnen, im zweiten Modell wären es sogar rund 1,5 Millionen Steuerzahler, die nach der Reform mehr Steuern zahlen müssten als heute.

Im ersten Modell verläuft der Steuertarif insgesamt etwas flacher, was niedrige und mittlere Einkommen stärker entlasten würde. Der Spitzensteuersatz, der heute ab knapp 70.000 Euro fällig wird und bei 42 Prozent liegt, würde künftig erst ab 76.508 Euro greifen - dafür aber auf 44 Prozent steigen. Der sogenannte Reichensteuersatz, heute bei 45 Prozent ab einem Einkommen von knapp 278.000 Euro, würde schon ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 200.000 Euro fällig - und dann bei 49 Prozent liegen.

Das zweite Modell hält sich enger am heutigen Steuertarif, dadurch fallen die "Entlastungen" kleiner aus. Konkret sieht der Vorschlag vor, den Spitzensteuersatz von dann ebenfalls 44 Prozent ab einem Einkommen von 75.657 Euro greifen zu lassen. Die Reichensteuer würde ebenfalls ab 200.000 Euro fällig, dann allerdings mit 48 Prozent.

Nach Berechnungen von Klingbeils Finanzbeamten würde Modell 1 mehr als 35 Millionen Steuerpflichtige "entlasten", ein Single könnte bis zu 140.000 Euro brutto im Jahr verdienen und durch die Reform noch entlastet werden. Im zweiten Vorschlag würden knapp 35 Millionen Steuerpflichtige entlastet, die Entlastungsgrenze liegt für Singles bei etwa 115.000 Euro brutto im Jahr.

Die Koalitionsspitzen wollen am Mittwoch eigentlich ein umfassendes Reformpaket vorlegen. Die Verhandlungen dürften schwierig werden. Die Union sperrt sich bislang vor allem gegen einen höheren Spitzensteuersatz. Auch der Donnerstag sei im Kalender der Spitzenleute vorsorglich freigeräumt worden, heißt es.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 30.06.2026 - 10:35 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung