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Der Dax ist am Donnerstagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.990 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dax startet positiv - Nachfrage nach Euro-Staatsanleihen


Anzeigetafel in der Frankfurter Börse / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Dax ist am Donnerstagmorgen positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.990 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

"Dax-Anleger haben nur darauf gewartet, dass es konkrete Signale für ein Ende des Nahostkonflikts geben wird", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Nun, da sich diese zeigen, sehen wir starke Käufe. Die Berichtssaison beweist die erhoffte Resilienz der Unternehmen angesichts hoher Energiepreise hin, und damit stehen die Chancen für einen Ausbruch aus der einjährigen Seitwärtsphase im Dax gut."

"Wir sehen seit Jahresbeginn trotz des Nahostkonflikts eine wachsende Nachfrage nach Staatsanleihen der Eurozone, während die Nachfrage nach US-Treasuries stagniert. Das ist ein gutes Zeichen, deutet es doch auf ein unverändert hohes Interesse internationaler Investoren an Euro-Assets hin. Die Rotation von US-Aktien hin zu europäischen Aktien könnte durch den Nahostkonflikt nur pausiert haben, ohne dauerhaft unterbrochen worden zu sein."

"Zwar stehen die US-Indizes und einige asiatische Indizes aufgrund KI-getriebener Unternehmen höher im Kurs, doch die zyklische Natur des Dax könnte nun voll zum Tragen kommen, wenn der Nahostkonflikt beigelegt wird und die Öl- und Gaspreise wieder sinken. Dann könnte es bald wieder heißen: Die alte Industrie ist zurück. Die Dynamik der Dax-Entwicklung der letzten Tage zeigt jedenfalls den Appetit der Anleger, demnächst das Allzeithoch in Angriff zu nehmen."

"Die weltweiten Aktienmärkte werden von zwei Motoren angetrieben: den Investitionen in Rüstung und jenen in Künstliche Intelligenz. Wenn der Nahostkonflikt durch eine baldige Lösung nicht mehr dauerhaft Sand ins Getriebe streut, können diese beiden Motoren wieder zu ihrer vollen Leistung zurückkehren. Für Aktien bedeutet das einen positiven Ausblick", sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1766 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8499 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.743 US-Dollar gezahlt (+1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 129,60 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 98,33 US-Dollar, das waren 1154 Cent oder 10,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 07.05.2026 - 09:33 Uhr

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