Montag, 09. Februar 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

IPBES: Unternehmen gefährden durch Naturzerstörung eigene Zukunft
Dax startet im Plus - Commerzbank-Aktien gefragt
Transatlantikkoordinator spricht über deutsche Truppen in Ukraine
Wirtschaftsministerin plant neue Hürden für erneuerbare Energien
Träger von Integrationskursen schlagen Alarm
Studie: Karneval wird rund zwei Milliarden Euro Umsatz bringen
Union und SPD weisen Grünen-Warnung vor Gasmangel zurück
Regierung will Industriestrompreis über 2028 hinaus verlängern
Kommunale Unternehmen fordern zügiges Handeln von Bundesregierung
Klingbeil drängt auf Strukturreformen

Newsticker

15:02IPBES: Unternehmen gefährden durch Naturzerstörung eigene Zukunft
13:36Bericht: Linde plant Stellenabbau in Deutschland
13:25BSW beharrt auf Klage zur Neuauszählung der Bundestagswahl
12:46Warken lehnt SPD-Vorschlag zur Krankenkassenfinanzierung ab
12:43Ischinger: Merz will auf Sicherheitskonferenz "den Ton setzen"
12:33Dax gibt Gewinne teilweise wieder ab - Angst vor Jobverlust durch KI
12:22Regierung will Industriestrompreis über 2028 hinaus verlängern
12:13Programmentwurf: Regierung droht Klimaziel für 2030 zu verpassen
11:02Klüssendorf kritisiert Altersanspruch von Abgeordneten als zu hoch
10:57Russland will laut Ischinger nicht zur MSC
10:52EU-Kommission: Meta soll andere KI-Anbieter in WhatsApp zulassen
10:24Hohe Schäden durch Überschwemmungen in westlicher Mittelmeerregion
09:39SPD kritisiert Debatte um Kürzung von Gesundheitsleistungen
09:36Dax startet im Plus - Commerzbank-Aktien gefragt
09:14Ifo-Institut: Deutschland bei Weiterbildung unter EU-Durchschnitt

Börse

Der Dax hat am Montag nach einem freundlichen Start in den Handelstag bis zum Mittag einen Teil seiner Zugewinne wieder abgebaut. Um 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.789 Punkten berechnet, 0,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Commerzbank, Rheinmetall und Heidelberg Materials, am Ende Qiagen, Infineon und Fresenius Medical Care. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Richterbund für Speicherung von IP-Adressen


Computer-Nutzer (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

In der Debatte über die Einführung einer neuen Form der Vorratsdatenspeicherung wächst der Druck auf Justizminister Marco Buschmann (FDP). Nach dem Bundesrat sprach sich jetzt der Deutsche Richterbund dafür aus, eine begrenzte, auf maximal vier Wochen befristete Speicherpflicht für Computer-Kennungen einzuführen, um die Bekämpfung von schweren Straftaten zu erleichtern.

Der Bundesgeschäftsführer des Richterbunds, Sven Rebehn, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag): "Bei Internet-Straftaten wie Kinderpornographie ist die IP-Adresse oftmals der einzige, aber immer der schnellste Ermittlungsansatz, um Täter aufzuspüren und Opfer aus einer womöglich andauernden Notlage zu befreien." Der Bundesrat schlage einen europarechtskonformen Weg zur Speicherung von IP-Adressen vor, die Ampel-Koalition solle diesen Vorschlag rasch aufgreifen.

Mit Blick auf die Liberalen betonte Rebehn: "Die FDP wäre gut beraten, es den Grünen gleichzutun und keine politischen Scheingefechte mehr um eine Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung zu führen, mit der die maßvollen Vorschläge des Bundesrats tatsächlich nichts zu tun haben."

Die Länderkammer hatte sich am vergangenen Freitag auf einen Gesetzesentwurf zur Speicherung von Computer-Kennungen verständigt. Mit ihm sollen Telekommunikationsanbieter verpflichtet werden, die so genannten IP-Adressen befristet und anlasslos zu speichern. Mithilfe dieser Adressen können Computer im Internet eindeutig zugeordnet werden.

Justizminister Buschmann hingegen spricht sich bislang für das so genannte "Quick Freeze"-Verfahren aus. Das bedeutet, dass Daten erst dann gespeichert werden, wenn ein Verdacht auf eine schwere Straftat vorliegt. Buschmann und die FDP argumentieren bisher, dass bei einer anlasslosen Vorratsdatenspeicherung die Bürger unter Generalverdacht gestellt würden.

Richterbund-Vertreter Rebehn sagte hingegen, das Quick-Freeze-Verfahren sei "keine gleichwertige Alternative" zum Vorschlag des Bundesrats. "Damit hinge es vom Zufall oder der Speicherpraxis der Internetanbieter ab, ob die IP-Daten dort noch vorhanden sind, wenn eine Anordnung zum Einfrieren kommt."

Der Vorschlag des Bundesrats geht auf eine Initiative des schwarz-rot regierten Hessen zurück, der sich auch Länder mit grüner Regierungsbeteiligung anschlossen. Nun muss sich der Bundestag damit befassen.

Vor zwei Jahren hatte der Europäische Gerichtshof der anlasslosen Speicherung von Telekommunikationsdaten enge Grenzen gesetzt und entschieden, dass die weit gefassten deutschen Vorschriften dazu nicht mit dem EU-Recht zu vereinbaren sind. Die Richter entschieden aber auch, dass zur Bekämpfung schwerer Kriminalität IP-Adressen unter bestimmten Bedingungen gespeichert werden können. Dem soll der Gesetzentwurf des Bundesrats Rechnung tragen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 01.10.2024 - 01:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung