Montag, 22. Juni 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Fußball-WM: Spanien schlägt Saudi-Arabien deutlich
Bericht: Iran-Delegation verlässt nach Trump-Drohung Verhandlungsort
Dax startet im Plus - Anleger setzen auf US-Iran-Verhandlungen
De la Espriella gewinnt Präsidentschaftswahl in Kolumbien
Erste US-Iran-Verhandlungen in der Schweiz beendet
Umfrage: Hälfte der Beschäftigten will vorzeitig in Rente
Studie: Staat agiert in Energiekrisen klimaschädlich
Offiziell: Bund will mit 40 Prozent bei Panzerbauer KNDS einsteigen
Großbritanniens Premierminister Starmer kündigt Rücktritt an
Senioren-Union fordert Umsetzung der Rentenvorschläge

Newsticker

16:16DFB schließt externe Investoren auf Verbandsebene aus
16:10Datev: Umsatz im deutschen Mittelstand sinkt um 1,4 Prozent
16:06Unions-Gutachten hält Heizungsgesetz für verfassungskonform
15:26Verfassungsschutz warnt vor Spionage an Forschungseinrichtungen
15:04Klingbeil drängt auf "neuen Umgang" mit China
14:51Stromnetzbetreiber sehen Erdverkabelung kritisch
14:49Dehoga warnt vor Abschaffung der Minijobs
14:31CDU lehnt Entschuldigung von Linken-Chef Pantisano ab
14:28Rheinmetall offen für Kooperation mit Ukrainern
14:11Auswärtiges Amt sieht Verantwortung für Visa-Wartezeit bei Türkei
14:08CDU-Außenexperte Hardt: Starmer-Rücktritt verdient Respekt
14:02Ex-Fed-Präsident Alan Greenspan gestorben
13:49WM-Aus für Nico Schlotterbeck
13:37Vance: Iran lässt IAEO-Inspektoren wieder ins Land
12:49CDU-Politiker Peters fordert Ausschluss der Linken aus Regierungen

Börse

Der Dax ist am Montag nach einem halbwegs freundlichen Start bis zum Mittag in den roten Bereich abgerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Index mit rund 24.925 Punkten berechnet, dies entspricht einem Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, FMC und RWE, am Ende die Porsche-Holding, Volkswagen und Mercedes-Benz. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Experten debattieren über fatale Computer-Panne


Computer-Nutzerin (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Nach der weltweiten Computerpanne ist die vordergründige Ursache schnell in einem Sicherheitsupdate der Firma Crowdstrike für Microsoft gefunden worden, doch wieso die nicht vermeidbar war, ist weiter unklar. Rund um den Globus gab es massive Ausfälle und Störungen in Flughäfen, Banken, Krankenhäusern und weiteren Branchen.

Sahin Albayrak, Professor und Leiter des Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI-Labor), sieht die Lösung in besseren Tests: "Die Welt ist stark von der Cloud und wenigen Firmen abhängig, die zentrale Internetdienste bereitstellen", sagte Albayrak am Freitag der dts Nachrichtenagentur. "Heute zeigt sich erneut, dass schon ein einzelnes Update erhebliche Probleme verursachen kann. Das Risiko solcher Fehler kann nur durch sorgfältige Entwicklung und umfassende Tests minimiert werden, was jedoch zeit- und kostenintensiv ist."

Auch die Nutzer könnten Updates vor dem Rollout testen, aber auch das biete keine vollständige Sicherheit. "Der aktuelle Ausfall ist ärgerlich und kostspielig, aber eines der unvermeidbaren Risiken einer digitalisierten Welt."

"Hier hat jemand wirklich Mist gebaut", sagte der finnische IT-Sicherheitsexperte Mikko Hyppönen dem Nachrichtenportal T-Online. Das Problem bei der Wiederherstellung der Systeme ist laut Hyppönen, dass es sich bei dem fehlerhaften Treiber um ein Sicherheitsprogramm mit Administratorrechten handelt. Dadurch stürzen die betroffenen Geräte ab, bevor sie richtig hochfahren können. Hyppönen betonte, dass solche Updates nicht umsonst mehrfach getestet werden, um genau solche Fehler zu vermeiden. "Da müssen wir einfach verdammt noch mal aufpassen", sagte er. Auf die Frage, ob sich solche Vorfälle in Zukunft wiederholen könnten, antwortete der Experte: "Auf jeden Fall." Er sieht jedoch Möglichkeiten, das Risiko zu reduzieren, indem Unternehmen Updates zunächst in einer Testgruppe überprüfen, bevor sie sie flächendeckend installieren.

Anke Domscheit-Berg, Bundestagsabgeordnete der Linken und Digitalexpertin, kritisierte den Softwarekonzern Microsoft scharf. "Microsoft ist ein nationales Sicherheitsrisiko, weil sie ihre IT-Security-Probleme einfach nicht in den Griff bekommen", sagte Domscheit-Berg dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Es sei ein Skandal, wie abhängig sich Gesellschaften weltweit machen würden. Auf Bundesebene sei man weiter zu blauäugig. "Der Bund macht im Moment sogar Druck auf die Länder, noch mehr Microsoft-Dienste zu nutzen."

Domscheit-Berg hält das für den falschen Weg: "Wenn wir nun überall die Microsoft Cloud in der Verwaltung von Bund und Ländern bekämen, hätten wir potenziell ein riesiges Problem. Man stelle sich mal vor, die IT der Deutschen Rentenversicherung oder der Bundesagentur für Arbeit würden lahmgelegt. Das wäre eine echte Katastrophe, denn solche Behörden sind kritische Infrastruktur."

Domscheit-Berg verwies auf den Bericht eines Cybersicherheits-Gremiums der US-Regierung. Darin werde Microsoft offiziell als Sicherheitsrisiko für die Vereinigten Staaten bezeichnet.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.07.2024 - 16:29 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung