Samstag, 26. September 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Berliner Linke stimmt für Sondierung mit Grünen und SPD
Kramer schreibt zweiten Roman: 1.000 Tage am Schreibtisch
Prien kritisiert Stolperstein-Beschluss in Heidenau als Skandal
Experten erwarten 2027 Rentenerhöhung um bis zu 4,7 Prozent
Thalia-Chef will mehr Einsatz für Innenstädte
FDP-Generalsekretär erwartet Comeback bei Landtagswahlen
Umfrage: Gaza-Krieg verschiebt Sympathien in Europa
Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn
Umfrage: Nur zwölf Prozent der Unternehmen nutzen KI bei Bewerbungen
Gewinnzahlen Eurojackpot vom Freitag (25.09.2026)

Newsticker

18:31UN-Generaldebatte: Lawrow fordert Freilassung von Maduro
17:00Wadephul trifft Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung
16:02Karliczek erwartet Olympia-Effekt für Tourismus insgesamt
14:55SPD-Fraktionschef Miersch stoppt Linnemanns Pflegereform
14:50Formel 1: George Russell triumphiert in Baku
14:46Deutschland bewirbt sich mit München um Olympische Spiele
14:43++ EILMELDUNG ++ Olympiabewerbung: Deutschland geht mit München ins Rennen
14:42++ EILMELDUNG ++ Russell gewinnt Formel-1-Rennen in Aserbaidschan
14:21SPD will Pflegedeckel von 1.500 Euro einführen
13:11Hoppermann erwartet baldige Entscheidung über Steinmeier-Nachfolge
12:32Brantner stellt Bedingungen an Linkspartei
12:03Lies fordert Korrekturen am Reformpaket der Bundesregierung
11:43VDAB warnt vor Folgen der Hängepartie bei Pflegereform
11:21SPD-Frauen fordern Bundespräsidentin
11:05Grüne kritisieren Wohngeld-Kürzungen bei gleichzeitigem Tankrabatt

Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.409 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Experten debattieren über fatale Computer-Panne


Computer-Nutzerin (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Nach der weltweiten Computerpanne ist die vordergründige Ursache schnell in einem Sicherheitsupdate der Firma Crowdstrike für Microsoft gefunden worden, doch wieso die nicht vermeidbar war, ist weiter unklar. Rund um den Globus gab es massive Ausfälle und Störungen in Flughäfen, Banken, Krankenhäusern und weiteren Branchen.

Sahin Albayrak, Professor und Leiter des Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI-Labor), sieht die Lösung in besseren Tests: "Die Welt ist stark von der Cloud und wenigen Firmen abhängig, die zentrale Internetdienste bereitstellen", sagte Albayrak am Freitag der dts Nachrichtenagentur. "Heute zeigt sich erneut, dass schon ein einzelnes Update erhebliche Probleme verursachen kann. Das Risiko solcher Fehler kann nur durch sorgfältige Entwicklung und umfassende Tests minimiert werden, was jedoch zeit- und kostenintensiv ist."

Auch die Nutzer könnten Updates vor dem Rollout testen, aber auch das biete keine vollständige Sicherheit. "Der aktuelle Ausfall ist ärgerlich und kostspielig, aber eines der unvermeidbaren Risiken einer digitalisierten Welt."

"Hier hat jemand wirklich Mist gebaut", sagte der finnische IT-Sicherheitsexperte Mikko Hyppönen dem Nachrichtenportal T-Online. Das Problem bei der Wiederherstellung der Systeme ist laut Hyppönen, dass es sich bei dem fehlerhaften Treiber um ein Sicherheitsprogramm mit Administratorrechten handelt. Dadurch stürzen die betroffenen Geräte ab, bevor sie richtig hochfahren können. Hyppönen betonte, dass solche Updates nicht umsonst mehrfach getestet werden, um genau solche Fehler zu vermeiden. "Da müssen wir einfach verdammt noch mal aufpassen", sagte er. Auf die Frage, ob sich solche Vorfälle in Zukunft wiederholen könnten, antwortete der Experte: "Auf jeden Fall." Er sieht jedoch Möglichkeiten, das Risiko zu reduzieren, indem Unternehmen Updates zunächst in einer Testgruppe überprüfen, bevor sie sie flächendeckend installieren.

Anke Domscheit-Berg, Bundestagsabgeordnete der Linken und Digitalexpertin, kritisierte den Softwarekonzern Microsoft scharf. "Microsoft ist ein nationales Sicherheitsrisiko, weil sie ihre IT-Security-Probleme einfach nicht in den Griff bekommen", sagte Domscheit-Berg dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Es sei ein Skandal, wie abhängig sich Gesellschaften weltweit machen würden. Auf Bundesebene sei man weiter zu blauäugig. "Der Bund macht im Moment sogar Druck auf die Länder, noch mehr Microsoft-Dienste zu nutzen."

Domscheit-Berg hält das für den falschen Weg: "Wenn wir nun überall die Microsoft Cloud in der Verwaltung von Bund und Ländern bekämen, hätten wir potenziell ein riesiges Problem. Man stelle sich mal vor, die IT der Deutschen Rentenversicherung oder der Bundesagentur für Arbeit würden lahmgelegt. Das wäre eine echte Katastrophe, denn solche Behörden sind kritische Infrastruktur."

Domscheit-Berg verwies auf den Bericht eines Cybersicherheits-Gremiums der US-Regierung. Darin werde Microsoft offiziell als Sicherheitsrisiko für die Vereinigten Staaten bezeichnet.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.07.2024 - 16:29 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung