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Der Dax ist am Freitagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.925 Punkten berechnet, 1,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dax startet schwach - KI-Sorgen halten an


Frankfurter Börse / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Dax ist am Freitagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.925 Punkten berechnet, 1,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

"Der Dax muss nach dem neuen Rekordhoch zum heutigen Handelsstart die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten bereits wieder verteidigen", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Konsolidierung an den internationalen Aktienmärkten gewinnt zunehmend an Dynamik. Besonders der Halbleiter- und KI-Sektor gerät unter erheblichen Verkaufsdruck. Nach den kräftigen Kursverlusten an der Wall Street setzt sich die Schwäche auch in Asien fort. Sowohl der japanische Nikkei als auch der südkoreanische Kospi geben nach, wobei insbesondere die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix deutliche Verluste hinnehmen müssen."

"Die Anleger erkennen, dass sich mit den US-Zwischenwahlen auch die politischen Rahmenbedingungen für den KI-Boom verändern könnten. Durch neue Mehrheitsverhältnisse und politische Führungswechsel auf Ebene der Bundesstaaten geraten bislang als sicher geltende Rechenzentrumsprojekte möglicherweise erneut auf den Prüfstand. Damit wächst die Unsicherheit über den künftigen Investitionsbedarf und die Geschwindigkeit des geplanten Kapazitätsausbaus. Ausgerechnet an ihrer empfindlichsten Stelle, den milliardenschweren Investitionen in die KI-Infrastruktur, könnte die Branche nun Gegenwind bekommen. Die zuvor großzügig gewährten Bewertungsaufschläge werden zunehmend hinterfragt und abgebaut."

"Gleichzeitig verschärft sich die geopolitische Lage im Nahen Osten erneut. Angriffe auf Öltanker haben die Rohölpreise wieder steigen lassen und die Hoffnungen auf eine rasche Entspannung des Konflikts gedämpft. Der Weg zu einer politischen Lösung erweist sich als steiniger als zuletzt von vielen Anlegern erhofft. Damit kehren auch die Sorgen über einen erneuten Inflationsschub zurück. Die Kombination aus fallenden Technologiekursen und steigenden Energiepreisen ist für die Finanzmärkte besonders unangenehm. Während die Wachstumserwartungen im KI-Sektor unter Druck geraten, drohen höhere Energiekosten die konjunkturelle Erholung zu bremsen."

"Die jüngste Entwicklung zeigt, wie weit sich die Erwartungen der Anleger teilweise von den wirtschaftlichen und politischen Realitäten entfernt hatten. Nach der kräftigen Rally werden jetzt Risikoprämien neu bewertet und überzogene Kursfantasien korrigiert. Die Börsen müssen wieder Bodenhaftung gewinnen. Entscheidend wird sein, ob dieser Anpassungsprozess geordnet verläuft oder die Verkäufe im Technologiesektor auf weitere Marktsegmente übergreifen."

Für die europäischen Aktienmärkte bestehe allerdings weiterhin die Chance, sich zumindest teilweise von der Schwäche der US-Technologiebörsen abzukoppeln. Die zuletzt überwiegend überzeugenden Quartalszahlen deutscher Unternehmen stützten die Hoffnung auf eine fortgesetzte Konjunkturerholung. "Auch Daimler Truck liefert mit seinen heutigen Ergebnissen positive Impulse. Die vergleichsweise geringere Gewichtung hoch bewerteter KI-Unternehmen könnte sich für den Dax in dieser Marktphase als Vorteil erweisen. Der erhoffte Jahresendspurt muss deshalb nicht ausfallen, dürfte allerdings deutlich holpriger verlaufen als noch vor wenigen Tagen erwartet", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1185 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8941 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.070 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 116,98 Euro pro Gramm.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 06.11.2026 - 09:32 Uhr

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