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Am Donnerstag hat der Dax nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.325 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start auf dem Niveau vom Vortag schwankte der Dax im Tagesverlauf zwischen 26.500 und 26.700 Punkten und erreichte zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch, bevor er am Nachmittag ins Minus drehte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Verivox-Chef: Bis zu 3.000 Euro Sparpotenzial pro Jahr


Moderne Stromzähler (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Viele Verbraucher in Deutschland zahlen für Strom, Gas, Versicherungen und andere Verträge mehr als nötig. Ein durchschnittlicher Haushalt könne durch konsequentes Vergleichen und Wechseln im Schnitt etwas mehr als 3.000 Euro im Jahr sparen, sagte Verivox-Chef Daniel Puschmann der Funke-Mediengruppe. Über alle Kategorien hinweg, die das Vergleichsportal vergleiche, zahlten geschätzte 70 Prozent mehr als nötig. Das heiße im Umkehrschluss auch, dass 70 Prozent wirklich Geld sparen könnten.

Zu den Ausgaben, bei denen sich ein Vergleich lohne, zählten etwa Autoversicherung, Strom und Gas sowie Internet- und Handyverträge. Gerade bei Energieverträgen würden Bestandskunden häufig draufzahlen, während Neukunden günstigere Konditionen erhielten. Wenn Verbraucher es den Anbietern durchgehen ließen, die Preise regelmäßig zu erhöhen, würden sie das auch tun, sagte Puschmann. In Deutschland gebe es bei Strom und Gas einen funktionierenden Wettbewerb. Es liege an den Verbrauchern, diesen Wettbewerb durch einen Wechsel zu nutzen.

Die Angst vor einem Anbieterwechsel sei unbegründet. Dass Verbraucher danach plötzlich ohne Strom oder Gas dastünden, seien Schauergeschichten und Urban Legends, sagte Puschmann. Der Markt sei in Deutschland gut reguliert. Niemand stehe plötzlich ohne Strom oder Gas da. Ein Wechsel sei innerhalb weniger Minuten erledigt. Auch günstige Anbieter seien nicht automatisch riskanter als teure Versorger. Viele Discounter könnten niedrige Preise durch gute Einkaufsstrategien und schlanke digitale Prozesse anbieten. Ein teurer Anbieter sei nicht automatisch besser.

Nach den Pleiten mehrerer Energieversorger im Jahr 2022 habe der Gesetzgeber zusätzliche Schutzmechanismen eingeführt. Wenn ein Lieferant seine Tätigkeit beende, müsse er dies der Bundesnetzagentur mindestens drei Monate vorher anzeigen und betroffene Kunden informieren. Die damalige Krise sei zudem eine außergewöhnliche Situation gewesen. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hätten die wenigsten gerechnet, sagte Puschmann.

Um Verbraucher stärker zum Vergleichen zu bewegen, sei mehr Aufklärung nötig. In Deutschland gebe es insgesamt viel zu wenig Wissen über persönliche Finanzen, sagte der Verivox-Chef. Viele Menschen blieben aus Unsicherheit in Verträgen, die sie viel Geld kosteten. Dabei könne ein Wechsel unkompliziert sein. Wenn jemand dann einmal den Stromvertrag gewechselt habe und merke, dass alles funktioniere und nur drei Minuten gedauert habe, dann sei der Damm oft gebrochen.

Zugleich beobachte Verivox im Ratenkreditgeschäft eine vorsichtigere Vergabe durch Banken. Etwa jeder Vierte, der vor drei Jahren noch einen Kredit bekommen hätte, erhalte unter den aktuellen Bedingungen keinen mehr.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 06.11.2026 - 06:35 Uhr

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