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Börse

Der Dax ist am Mittwochmorgen zurückhaltend in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.555 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dax startet vor Fed-Zinsentscheid zurückhaltend in den Handel


Anzeigetafel in der Frankfurter Börse / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Dax ist am Mittwochmorgen zurückhaltend in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.555 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

"Rückenwind kommt aus Asien, wo die überzeugenden Quartalszahlen des Halbleiterherstellers SK Hynix für kräftige Kursgewinne im Technologiesektor sorgten und den südkoreanischen Kospi deutlich nach oben trieben", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Auch der erfolgreiche Börsenstart des indischen Technologiekonzerns Jio stärkt die Zuversicht der Anleger. Die Hoffnung wächst, dass der zuletzt angezweifelte KI-Boom doch noch genügend Wachstumskraft besitzt, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen."

"Positive Impulse kommen auch aus der europäischen Berichtssaison. Die Ergebnisse von Deutscher Bank, BASF und BNP Paribas stützen die Stimmung. Insbesondere die Banken profitieren weiterhin von einem vergleichsweise günstigen Geschäftsumfeld und signalisieren bislang keine größeren Belastungen durch Kreditausfälle. Das ist ein wichtiges Zeichen dafür, dass die schwächere Konjunktur bislang nicht in vollem Umfang auf den Finanzsektor durchschlägt."

Die eigentliche Bewährungsprobe stehe den Aktienmärkten allerdings erst am Abend bevor. "Mit der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den anschließenden Quartalszahlen von Alphabet und Microsoft treffen gleich zwei entscheidende Einflussfaktoren aufeinander. Zwar wird keine Veränderung der Leitzinsen erwartet, doch die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Energiepreise dürften die Fed zu einer vorsichtigen, möglicherweise restriktiveren Kommunikation veranlassen. Die Anleger werden deshalb jedes Wort von Fed-Chef Kevin Warsh auf die Goldwaage legen. Entscheidend ist nicht, was die Fed heute tut, sondern welche Zinsperspektive sie für die kommenden Monate eröffnet."

"Bei Alphabet und Microsoft richtet sich der Blick primär auf das Verhältnis zwischen den gewaltigen Investitionen in KI-Infrastruktur und der Entwicklung der freien Cashflows. Die Zweifel an der langfristigen Finanzierbarkeit des KI-Booms haben zuletzt erheblich zugenommen. Jetzt müssen die Technologiekonzerne beweisen, dass ihre milliardenschweren Investitionen nicht nur Wachstum versprechen, sondern auch ausreichend finanzielle Mittel erwirtschaften. Die Anleger wollen nicht länger allein von der Zukunft künstlicher Intelligenz überzeugt werden, sondern zunehmend auch von ihrer Rentabilität."

"Die Ausgangslage für den Dax ist damit zunächst freundlich, doch der heutige Handelstag birgt erhebliches Überraschungspotenzial. Gute Unternehmenszahlen können die Stimmung weiter verbessern, während eine restriktivere Fed oder enttäuschende KI-Ausblicke die jüngste Erholung schnell wieder infrage stellen könnten", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1123 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8990 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.048 US-Dollar gezahlt (-0,4 Prozent). Das entspricht einem Preis von 116,99 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 115,10 US-Dollar, das waren 1,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 28.10.2026 - 09:34 Uhr

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