Dienstag, 27. Oktober 2026
| |||
| |||
|
Meistgelesene Nachrichten Newsticker
Zum Wochenstart hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.411 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,9 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
|
Jurist zweifelt Dobrindts Investitionsschutzgesetz an
Der Regensburger Rechtsprofessor Thorsten Kingreen hat erhebliche Zweifel an dem von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) geplanten Investitionsschutzgesetz, das hohe Hürden für die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen vorsieht. "Das ist verfassungsrechtlich ziemlich glattes Eis", sagte Kingreen den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Dienstagsausgaben). Er würde davon auch denjenigen abraten, "die Vergesellschaftungen politisch ablehnen, denn sie könnten eine Entscheidung aus Karlsruhe bekommen, die ihre Position schwächen wird", ergänzte der Professor für Öffentliches Recht, Sozialrecht und Gesundheitsrecht der Universität Regensburg. Wenn der Bundesgesetzgeber seine Gesetzgebungskompetenz gegenüber den Ländern wahrnehme, müsse er nachweisen, "dass es sich um etwas handelt, das bundeseinheitlich geregelt werden muss. Das sehe ich nicht", begründete Kingreen seine Einschätzung. Man müsse sich zudem fragen, "ob das nicht ein Verhinderungsgesetz ist", so der Jurist weiter. Vergesellschaftungen würden durch die von Dobrindt geplanten Anforderungen faktisch unmöglich gemacht. Ein solch faktisches Verhinderungsgesetz habe aber keine Sperrwirkung bei den Ländern, so Kingreen. Drittens könne ein einfaches Gesetz "nicht die Voraussetzungen der Verfassungsnorm des Artikel 15 verschärfen". Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Hanna Steinmüller verwies auf den entsprechenden Volksentscheid in der Hauptstadt. Die Mehrheit für eine Vergesellschaftung sei "ein verzweifelter Ruf" der Berliner "nach mehr bezahlbarem Wohnraum und einer Begrenzung der stark steigenden Mieten" gewesen. Statt aber alle Energie auf günstiges Bauen und Mieterschutz zu setzen, mache die Bundesregierung "nur Volldampf beim vermeintlichen Verbot von Vergesellschaftungen". Der Chef des Immobilienverbandes BFW, Dirk Salewski, sprang Dobrindt hingegen bei. "Ein Investitionsschutzgesetz kann das Schlimmste verhindern", sagte er den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Eine Vergesellschaftung würde schnelle Fortschritte beim Wohnungsbau verhindern. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 27.10.2026 - 00:00 Uhr
Andere News
Ballon d'Or: Harry Kane und Alexia Putellas gewinnen Weltfußballerwahl
NSDAP-Kartei: Sie wollen mit der Nazi-Kartei chatten? Probieren Sie es hier aus
Wahl in Israel: Benjamin Netanyahu schaltet in den Panik-Modus
Wahlen in Israel: Sie haben das Land vor langer Zeit verlassen, nun könnten sie die Wahl entscheiden
Westjordanland: Uno-Ermittler werfen Israel Folter und Vergewaltigung vor
| ||