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Studie: Babypause kostet beim Vermögensaufbau bis zu 222.000 Euro


Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Eine Babypause kann den langfristigen Vermögensaufbau deutlich schmälern. Wer wegen der Geburt eines Kindes vorübergehend weniger oder gar nichts in einen ETF-Sparplan einzahlt, kann bis zum Renteneintritt mit 67 Jahren bis zu 222.000 Euro weniger Vermögen haben. Das zeigen Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

Wie stark sich eine Auszeit auswirkt, hängt von ihrer Dauer ab. Wer mit 25 Jahren beginnt, monatlich 300 Euro in einen ETF-Sparplan einzuzahlen, kommt laut Verivox bei einer angenommenen jährlichen Rendite von 7,5 Prozent bis zum Rentenbeginn mit 67 auf ein Depot von gut 991.000 Euro. Bekommt die Modell-Sparerin mit 30 Jahren ein Kind und reduziert die Sparrate aufgrund des Elterngelds im ersten Jahr der beruflichen Auszeit in der Modellrechnung um 35 Prozent auf 195 Euro im Monat, fehlen nach einem Jahr 1.260 Euro an Vermögen. Verivox nimmt für die Rechnung an, dass das Elterngeld 65 Prozent des letzten Einkommens abdeckt und dadurch weniger Geld zum Sparen bleibt. Bis zur Rente mit 67 Jahren fehlen durch den verlorenen Zinseszins hochgerechnet rund 17.700 Euro, selbst wenn sie nach dem Jahr Babypause wieder 300 Euro einzahlt.

Dauert die berufliche Auszeit länger als zwölf Monate, fällt das Elterngeld in der Modellrechnung vollständig weg und die Sparerin setzt ihre Einzahlungen aus. Unter diesen Voraussetzungen hätte die Modell-Sparerin bei einer dreijährigen familienbedingten Jobauszeit bis zur Rente gut 108.000 Euro weniger im Depot als ohne die Sparpause. Dauert die Auszeit bis zur Einschulung des Kindes sechs Jahre, wären es sogar 222.000 Euro. Maßgeblich dabei ist der Zinseszins-Effekt: Denn bis zur Einschulung wären lediglich 19.260 Euro weniger eingezahlt worden als beim durchgehenden Sparen ohne Pause.

Entscheidend seien nicht allein die ausgefallenen Sparraten, sagte Melanie Ulbrich, Finanzexpertin bei Verivox, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wer im Zuge der Familiengründung für mehrere Jahre weniger oder gar nichts investiere, verzichte auch auf jahrzehntelange Erträge. Deshalb könne aus einigen Tausend Euro niedrigeren Einzahlungen langfristig eine um ein Vielfaches größere Vermögenslücke entstehen.

Verivox unterstellt für die Modellrechnung eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,5 Prozent. Die tatsächliche Wertentwicklung kann aufgrund schwankender Aktienkurse davon abweichen. Steuern bleiben unberücksichtigt.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 24.10.2026 - 08:03 Uhr

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