Freitag, 23. Oktober 2026
| |||
| |||
|
Meistgelesene Nachrichten Newsticker
Der Dax ist am Freitag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter klar im roten Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.145 Punkten berechnet, 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
|
Länderchefs fordern Korrekturen am Windenergie-auf-See-Gesetz
Acht Ministerpräsidenten haben Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in einem gemeinsamen Brief zu deutlichen Korrekturen am Windenergie-auf-See-Gesetz aufgefordert: Die Länderchefs, darunter Olaf Lies (SPD, Niedersachsen), Markus Söder (CSU, Bayern), Daniel Günther (CDU, Schleswig-Holstein) und Cem Özdemir (Grüne, Baden-Württemberg), warnen vor einer Deindustrialisierung, die Reiches Gesetz auslösen könne. "Die unterzeichnenden Länder sehen im weiteren Gesetzgebungsverfahren einen dringenden Handlungsbedarf", schreiben die Ministerpräsidenten in dem Brief, über den das "Handelsblatt" berichtet. Gemeinsam treibe sie die große Sorge um, "dass in einem ohnehin schon geopolitisch herausfordernden Wettbewerbsumfeld falsche ordnungs- und industriepolitische Entscheidungen einer Deindustrialisierung Vorschub leisten". Weitere Unterzeichner sind Anke Rehlinger (SPD, Saarland), Peter Tschentscher (SPD, Hamburg), Manuela Schwesig (SPD, Mecklenburg-Vorpommern) und Andreas Bovenschulte (SPD, Bremen). Das Bundeskabinett hatte Anfang September den Entwurf eines "Gesetzes zur Optimierung und Absicherung des Ausbaus der Windenergie auf See" beschlossen. Die Ministerpräsidenten kritisieren, dass Reiche darin Unternehmen nicht die Möglichkeit eröffne, zu Milliardenbeträgen ersteigerte Flächen zurückzugeben, um diese dann neu zu vergeben. Nicht mehr realisierbare Projekte dürften Flächen und Netzkapazitäten nicht blockieren, schreiben die Ministerpräsidenten. "Notwendig ist eine einmalige, klar konditionierte und rechtssichere Rückgabemöglichkeit mit zeitnaher Neuausschreibung, bei der geleistete Vorarbeiten nutzbar bleiben", heißt es in dem Brief weiter. Ein drohender "möglicher Fadenriss" bei der Offshore-Windenergie würde sonst "zu einem industriepolitischen Risiko für Deutschland werden." Zudem sieht Reiches Entwurf sogenannte Differenzverträge (CfD) nicht als Standard vor. Diese garantieren den Betreibern einen festen Preis für den erzeugten Strom. Der Preis wird in einer Auktion ermittelt. Liegt der Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus, liegt er darüber, schöpft er die Mehrerlöse ab. In Reiches Gesetz kommen CfDs allerdings erst zum Zuge, wenn eine erste Runde Ausschreibungen ohne staatliche Absicherung erfolglos bleibt. "Die vorgesehene Zweistufigkeit ist schädlich und sollte ersatzlos gestrichen werden", schreiben die Ministerpräsidenten und drängen Reiche zu Tempo. "Die Reform muss so zügig verabschiedet werden, dass 2027 wieder erfolgreiche Ausschreibungen möglich sind", heißt es in dem Brief, über den das "Handelsblatt" berichtet. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 23.10.2026 - 16:00 Uhr
Andere News
Wirecard-Prozess: Verfahren gegen Ex-Chef Markus Braun vor dem Finale
Ex-Wirecard-Chef Markus Braun im Gefängnis-Interview: »Ich bin nicht mehr der, der ich war«
NSDAP-Kartei: Sie wollen mit der Nazi-Kartei chatten? Probieren Sie es hier aus
AfD-Datenleck: E-Mails belasten Alice Weidel
Proteste in Deutschland: Wie viel Frankreich steckt in »Gen Z regelt«?
| ||