Donnerstag, 22. Oktober 2026
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Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.420 Punkten berechnet, 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
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Dax startet schwach - positive Nachrichten dringen kaum durch
Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.420 Punkten berechnet, 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. "Die Anleger befinden sich derzeit auf einer Gefühlsachterbahn zwischen überzeugenden Quartalszahlen und wachsenden Zweifeln an der Zukunft des KI-Booms", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Während Meta und SAP mit ihren Geschäftsergebnissen die Erwartungen übertreffen konnten, sorgen die weiterhin gewaltigen Investitionen in künstliche Intelligenz für zunehmende Skepsis. Die entscheidende Frage bleibt, wie und wann sich diese Milliardeninvestitionen tatsächlich in nachhaltige Gewinne verwandeln lassen." "An den asiatischen Börsen führte diese Unsicherheit erneut zu Gewinnmitnahmen bei Technologie- und Halbleiterwerten. Die Anleger honorieren zwar das Wachstum, stellen aber zunehmend die Rentabilität der Investitionen infrage. Gute Quartalszahlen allein reichen inzwischen nicht mehr aus, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen. Die Unternehmen müssen beweisen, dass aus dem KI-Boom auch ein dauerhaft profitables Geschäftsmodell wird." "Für den deutschen Aktienmarkt liefern die Zahlen von SAP zunächst positive Impulse. Der Walldorfer Softwarekonzern konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn überzeugen. Allerdings zeigen die vorsichtigeren Aussagen zum wichtigen vierten Quartal, dass selbst erfolgreiche Technologieunternehmen die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend spüren. Enttäuschung herrscht dagegen bei Tesla. Die hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Ergebnisse verdeutlichen, dass die Konsumzurückhaltung inzwischen auch bei großen internationalen Konzernen deutliche Spuren hinterlässt." "Zusätzlichen Gegenwind liefern die weiter steigenden Energiepreise. Mit einem Brent-Ölpreis von rund 112 US-Dollar je Barrel bleibt die angespannte Lage im Nahen Osten ein erheblicher Risikofaktor für Inflation und Unternehmensgewinne. Die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Ukrainekriegs treten angesichts der unmittelbaren Belastungen durch die Energiepreise vorerst in den Hintergrund." "Die heutige Handelsagenda verspricht mit zahlreichen Unternehmenszahlen und den anstehenden US-Arbeitsmarktdaten weitere Impulse. Die Berichtssaison wird zunehmend zum Lackmustest für die hohen Erwartungen an die Aktienmärkte. Die Börsen befinden sich in einer Phase, in der gute Nachrichten kaum noch belohnt, Enttäuschungen dagegen umso härter bestraft werden. Das macht die Märkte anfällig für weitere kräftige Kursschwankungen", sagte Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1243 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8894 Euro zu haben. Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.097 US-Dollar gezahlt (-1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 117,16 Euro pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 111,60 US-Dollar, das waren 2,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 22.10.2026 - 09:32 Uhr
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