Mittwoch, 30. September 2026
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Dax lässt deutlich nach - Anleihen legen weiter zu
Am Mittwoch hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.199 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen die Aktien von Zalando, die bis kurz vor Handelsschluss um über drei Prozent sehr stark zulegten, gefolgt von den Papieren von BMW und von Fresenius. Sehr stark bergab ging es dagegen für die Aktien der Commerzbank, die bis kurz vor Handelsschluss mit über drei Prozent im Minus waren, gefolgt von den Papieren von Siemens und von Vonovia. "Die Anleger in Frankfurt hängen derzeit zwischen Baum und Borke und der Dax dementsprechend in den Seilen. Einerseits hofft der Markt auf eine Deeskalation im Nahen Osten und damit sinkende Energiepreise, andererseits sorgen weiter hohe Anleiherenditen und die Frage nach einer Fortsetzung des KI-Booms für Zurückhaltung", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. "Die hohen Energiepreise haben zuletzt bereits Spuren bei der Stimmung der Verbraucher hinterlassen und schüren damit Sorgen um die weitere Konjunkturentwicklung in Europa und den USA. Gleichzeitig bleibt die KI-Story ein wichtiger Stützpfeiler für die Aktienmärkte. Entsprechend große Aufmerksamkeit dürften heute die Quartalszahlen von Micron erhalten. Sie müssen zeigen, ob der KI-Boom inzwischen auch weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterunternehmen ankommt. Enttäuscht Micron, könnte aus der zuletzt gewachsenen Skepsis gegenüber dem KI-Sektor schnell wieder Verkaufsdruck werden", so der Marktanalyst weiter. "Der dritte Belastungsfaktor bleiben die hohen Anleiherenditen. Sie verteuern nicht nur die Finanzierung für Unternehmen und Staaten, sondern machen Anleihen gleichzeitig zu einer immer attraktiveren Alternative zu Aktien. Je höher die Renditen steigen, desto größer wird die Rechtfertigungslast für die hohen Bewertungen am Aktienmarkt. Das dürfte vorerst wie ein Deckel auf den Kursen liegen und eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erschweren", so Lipkow. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1359 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8804 Euro zu haben. Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.158 US-Dollar gezahlt (-0,5 Prozent). Das entspricht einem Preis von 117,70 Euro pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 103,70 US-Dollar, das waren 1,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 30.09.2026 - 17:47 Uhr
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