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Umfrage: Gaza-Krieg verschiebt Sympathien in Europa


Protest gegen Israel-Vorgehen im Gazastreifen (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Im Zuge des Gaza-Krieges hat sich die öffentliche Meinung in Deutschland und anderen Staaten Europas weiter zuungunsten Israels und zugunsten der Palästinenser verändert. Das zeigt eine internationale Umfrage des DAAD-Zentrums für Deutschlandstudien an der Hebräischen Universität Jerusalem, über deren Ergebnisse die "Welt am Sonntag" berichtet.

Die Befragten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen sagten deutlich seltener als vor zwei Jahren, sie seien pro-israelischer geworden. Der Anteil dieser Gruppe betrug je nach Land vier bis zehn Prozent. Hingegen wuchs der Anteil derjenigen, die angeben, durch den Konflikt pro-palästinensischer geworden zu sein. In Deutschland wuchs dieser Anteil im Vergleich zu 2024 von 14 auf 19 Prozent. Am stärksten ist die Verschiebung in Polen. Gaben dort noch vor zwei Jahren nur 14 Prozent an, sie seien pro-palästinensischer geworden, sind es heute 30 Prozent. Eine relative Mehrheit der Befragten in allen Ländern gab an, der Krieg habe ihre Meinung nicht verändert (Deutschland: 46 Prozent).

Mit dem Konflikt könnte möglicherweise auch die Veränderung der Deutschen zur Frage der Sicherheit Israels als deutsche "Staatsräson" zusammenhängen. Vor zwei Jahren bejahte noch eine relative Mehrheit von 45 Prozent der deutschen Befragten dieses ausgerufene Prinzip deutscher Außenpolitik. In der diesjährigen Untersuchung waren es nur noch 37 Prozent. Doch nach wie vor lehnt nur eine Minderheit von 22 Prozent die sogenannte "Staatsräson" explizit ab. Leicht gewachsen ist neben diesem Lager auch die große Gruppe der Unentschiedenen in dieser Frage, die jetzt mit 42 Prozent die relative Mehrheit bildet.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 26.09.2026 - 08:01 Uhr

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