Dienstag, 22. September 2026
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Ramelow weist Kritik des Zentralrats der Juden zurück
Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) weist die Warnung des Zentralrats der Juden in Deutschland vor einer linken Regierenden Bürgermeisterin in Berlin zurück und ruft SPD und Grüne zu Verhandlungen auf. "Ich habe null Verständnis für eine derartige Erklärung", sagte er den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Montagsausgaben) mit Blick auf die aktuellen Äußerungen des Zentralratspräsidenten Josef Schuster. Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp sei mit "ausgestreckter Hand" auf die jüdische Landesgemeinde zugegangen. Außerdem habe sie einen "klaren Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus in Berlin vorgelegt", so der Linken-Politiker weiter. Doch der Zentralrat habe "offenkundig kein Interesse an einem gedeihlichen Klima in Berlin, wo man einen Davidstern genauso tragen können muss wie ein Kopftuch. Damit leitet er letztlich nur Wasser auf die Mühlen derer, die sich in Neukölln kritikwürdig verhalten und geäußert haben", sagte Ramelow. Er appellierte zugleich an SPD und Grüne, mit der Linken Gespräche über eine Regierungsbildung aufzunehmen. "Elif Eralp hat ein Gespür für diese Stadt. Ich empfinde sie als Glücksfall. Von SPD und Grünen erwarte ich jetzt, dass sie sich gemeinsam mit der Linken hinsetzen, damit aus diesem Wahlsonntag ein Aufbruchssignal wird. Was wir in Berlin brauchen, ist eine Überwindung der Abgrenzung", so der Bundestagsvizepräsident. Schuster hatte angesichts "antisemitischer Grenzüberschreitungen" der Linken gesagt: "Ich appelliere an SPD und Grüne, dieser Partei nicht ins Rote Rathaus zu verhelfen. Vor der Wahl gezogene rote Linien nun leichtfertig zu überschreiten, wäre ein schwerer Fehler, mit dem der fortschreitenden Normalisierung des Judenhasses weiter Vorschub geleistet würde." Er nahm dabei Bezug auf antisemitische Äußerungen bei einer Linken-Kundgebung in Neukölln. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 21.09.2026 - 00:00 Uhr
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