Samstag, 19. September 2026
| |||
| |||
|
Meistgelesene Nachrichten Newsticker
Zum Wochenausklang hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.304 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start baute der Dax im weiteren Verlauf kontinuierlich seine Verluste aus. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
|
Ökonomen warnen vor AfD-Regierung
Führende Ökonomen warnen vor verheerenden wirtschaftlichen Folgen im Falle von Regierungsübernahmen der AfD in den Ländern oder dem Bund. "Die Wirtschaftspolitik der AfD ist unseriös. Sie wäre geeignet, die aktuelle Krise auf Jahrzehnte zu verlängern", sagt der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der "Rheinischen Post". Dies gelte für die Pläne der AfD in der Finanz-, Migrations-, Europa- und Energiepolitik. Der von der AfD geforderte "Euro-Austritt wäre für Deutschland wirtschaftlich suizidal". Die deutsche Exportwirtschaft funktioniere ohne den Euro und die EU nicht, so Hüther. Nach seinen Berechnungen würde ein EU-Austritt Deutschland innerhalb von fünf Jahren wirtschaftlichen Schaden von rund 690 Milliarden Euro verursachen und rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze gefährden. Es sei "bigott", wenn die AfD staatliche Investitionsprogramme kritisiere und im gleichen Atemzug utopische Rentenleistungen bei gleichzeitigen Steuersenkungen verspreche. Ein Rentenniveau von 70 Prozent sei "schlicht nicht finanzierbar", sagte der IW-Chef. "Die AfD verfolgt eine extrem neoliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik: Steuersenkungen für Wohlhabende und Einschnitte bei den Sozialleistungen", sagte auch DIW-Chef Marcel Fratzscher der "Rheinischen Post". Die Forderungen der AfD seien von Widersprüchen durchlöchert: höhere Renten, niedrigere Steuern und weniger Zuwanderung passten nicht zusammen. Entweder mangele es an Kompetenz oder es sei purer Populismus. Die Hauptleidtragenden wären ihre eigenen Wähler, sagte Fratzscher. Ein "Dexit" wäre das Ende des deutschen Wirtschaftsmodells und würde "viele Millionen gute Arbeitsplätze" zerstören. "Der wirtschaftliche Schaden wäre maximal", sagte dazu der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Was die AfD fordere, sei ein "Vertreibungsprogramm". Deutschland brauche nicht weniger, sondern mehr Zuwanderung. Wenn sich das Land nicht öffne, werde sehr viel Wohlstand verloren gehen. Die Politik der AfD werde auch zu einer stärkeren Abwanderung von Deutschen und deutschen Unternehmen führen, warnte DIW-Chef Fratzscher. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 19.09.2026 - 00:00 Uhr
Andere News
Spritpreise: Erst Tankrabatt, dann Preisdeckel für Autofahrer und Wirtschaft
Spritpreise: Bundesregierung einigt sich auf Tankrabatt und Preisdeckel
Dänemark und USA verkünden Einigung im Grönland-Streit
Rente mit 63 ist besonders in Ostdeutschland ein Reizthema – zu Recht?
Berlin-Wahl: Stefan Evers war für die CDU nur Ersatz. Kann er trotzdem gewinnen?
| ||