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Finanzmärkte aktuell:

Ökonomen warnen vor AfD-Regierung


AfD-Logo (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Führende Ökonomen warnen vor verheerenden wirtschaftlichen Folgen im Falle von Regierungsübernahmen der AfD in den Ländern oder dem Bund.

"Die Wirtschaftspolitik der AfD ist unseriös. Sie wäre geeignet, die aktuelle Krise auf Jahrzehnte zu verlängern", sagt der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, der "Rheinischen Post". Dies gelte für die Pläne der AfD in der Finanz-, Migrations-, Europa- und Energiepolitik. Der von der AfD geforderte "Euro-Austritt wäre für Deutschland wirtschaftlich suizidal". Die deutsche Exportwirtschaft funktioniere ohne den Euro und die EU nicht, so Hüther.

Nach seinen Berechnungen würde ein EU-Austritt Deutschland innerhalb von fünf Jahren wirtschaftlichen Schaden von rund 690 Milliarden Euro verursachen und rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze gefährden. Es sei "bigott", wenn die AfD staatliche Investitionsprogramme kritisiere und im gleichen Atemzug utopische Rentenleistungen bei gleichzeitigen Steuersenkungen verspreche. Ein Rentenniveau von 70 Prozent sei "schlicht nicht finanzierbar", sagte der IW-Chef.

"Die AfD verfolgt eine extrem neoliberale Wirtschafts- und Finanzpolitik: Steuersenkungen für Wohlhabende und Einschnitte bei den Sozialleistungen", sagte auch DIW-Chef Marcel Fratzscher der "Rheinischen Post". Die Forderungen der AfD seien von Widersprüchen durchlöchert: höhere Renten, niedrigere Steuern und weniger Zuwanderung passten nicht zusammen. Entweder mangele es an Kompetenz oder es sei purer Populismus. Die Hauptleidtragenden wären ihre eigenen Wähler, sagte Fratzscher. Ein "Dexit" wäre das Ende des deutschen Wirtschaftsmodells und würde "viele Millionen gute Arbeitsplätze" zerstören. "Der wirtschaftliche Schaden wäre maximal", sagte dazu der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Was die AfD fordere, sei ein "Vertreibungsprogramm". Deutschland brauche nicht weniger, sondern mehr Zuwanderung. Wenn sich das Land nicht öffne, werde sehr viel Wohlstand verloren gehen. Die Politik der AfD werde auch zu einer stärkeren Abwanderung von Deutschen und deutschen Unternehmen führen, warnte DIW-Chef Fratzscher.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.09.2026 - 00:00 Uhr

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