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Zahl wehrfähiger Ukrainer in Deutschland gestiegen


Fahnen von Deutschland, Ukraine und der EU (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Trotz einer Entscheidung der Europäischen Union, wehrfähige Ukrainer nur noch mit ausdrücklicher Genehmigung der ukrainischen Behörden einreisen zu lassen, sind in den vergangenen drei Monaten rund 6.000 weitere von ihnen nach Deutschland gekommen. Das ergibt sich aus Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Im Juni lag die Zahl demnach bei 413.633, im Juli bei 416.409 und im August bei 419.613.

Insgesamt hat sich die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge in Deutschland trotz der verstärkten russischen Luftangriffe laut Bamf nicht massiv verändert. Demnach hielten sich Ende August 1.358.212 Personen in Deutschland auf, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine nach Deutschland eingereist waren. Zu Jahresbeginn waren es 1.329.904.

Ende Juli hatte der EU-Rat endgültig entschieden, Männer im wehrfähigen Alter von einer Regelung für einen automatischen Anspruch auf Schutz in der Europäischen Union auszuschließen. So sollen fortan nur noch diejenigen von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren, die ihren Wehrdienst in der Ukraine geleistet haben oder freigestellt sind. Mittels eines Stempels im Reisepass oder einer offiziellen Bescheinigung muss jetzt nachgewiesen werden, dass die Ausreise aus der Ukraine rechtmäßig ist oder eine Befreiung vom Wehrdienst vorliegt. Nach den derzeitigen ukrainischen Regeln wären davon besonders wehrfähige Männer zwischen 23 und 60 Jahren betroffen. Sie unterliegen in der Ukraine einem Ausreiseverbot.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte die Einreisebeschränkungen für wehrfähige Ukrainer Anfang Juni gefordert. Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte dies bereits Mitte April bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kundgetan und gesagt, ein solcher Schritt sei unverzichtbar, um die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu sichern.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 15.09.2026 - 00:00 Uhr

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