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Finanzmärkte aktuell:

Umfrage: Mehrheit sieht KI als Gefahr für Demokratie


Computer-Nutzer (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Eine große Mehrheit der Deutschen sieht durch den möglichen Missbrauch Künstlicher Intelligenz Gefahren für die Demokratie. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv hervor. Demnach halten 81 Prozent der Befragten die Gefahr, dass KI missbraucht und dadurch die Demokratie gefährdet wird, für sehr oder eher groß. Nur 16 Prozent schätzen diese Gefahr als eher oder sehr gering ein.

Besonders groß ist die Sorge bei Menschen über 45 Jahren. Von ihnen halten 84 Prozent die Gefahr für sehr oder eher groß. Bei den 18- bis 44-Jährigen sind es 74 Prozent. Frauen schätzen die Gefahr mit 83 Prozent etwas häufiger als groß ein als Männer mit 78 Prozent.

Noch größer ist die Sorge vor KI-generierten oder manipulierten Inhalten. 89 Prozent der Befragten machen sich große oder sehr große Sorgen, künftig Bilder, Videos oder Nachrichten, die durch KI erzeugt oder manipuliert wurden, nicht mehr zuverlässig von echten unterscheiden zu können. Besonders ausgeprägt ist diese Sorge bei den 18- bis 29-Jährigen: Dort sind es 97 Prozent.

Mit Blick auf die Arbeitswelt macht sich unterdessen jeder fünfte Erwerbstätige in Deutschland Sorgen, dass KI in den kommenden fünf Jahren einen wesentlichen Teil seiner heutigen beruflichen Aufgaben übernehmen könnte. Laut der Erhebung für RTL und ntv machen sich 20 Prozent der Erwerbstätigen deswegen große oder sehr große Sorgen. 44 Prozent haben hingegen weniger große und 36 Prozent gar keine Sorgen.

Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Männern und Frauen. Während sich 25 Prozent der erwerbstätigen Frauen große oder sehr große Sorgen vor einer Übernahme ihrer beruflichen Aufgaben durch KI machen, sind es bei den Männern nur 15 Prozent. 46 Prozent der Männer machen sich dagegen überhaupt keine Sorgen, bei den Frauen sind es lediglich 24 Prozent.

Auch beim Alter gibt es Unterschiede. Von den Erwerbstätigen ab 45 Jahren machen sich 23 Prozent große oder sehr große Sorgen, dass KI einen wesentlichen Teil ihrer Aufgaben übernehmen könnte. Bei den 18- bis 44-Jährigen sind es 16 Prozent.

Derweil nimmt die Nutzung von KI in den Unternehmen in Deutschland zu. Wie eine Erhebung des IT-Branchenverbandes Bitkom ergab, hat in Deutschland erstmals die Mehrheit der Unternehmen erreicht. 57 Prozent setzen demnach bereits KI ein. Vor einem Jahr waren es erst 36 Prozent, vor zwei Jahren gerade einmal 20 Prozent. Weitere 38 Prozent planen oder diskutieren aktuell den Einsatz. Nur noch vier Prozent sagen, KI sei für sie kein Thema, nach 17 Prozent im Vorjahr und 41 Prozent vor zwei Jahren.

Zugleich sehen sich die meisten Unternehmen bei KI noch ganz am Anfang. Kein Unternehmen, das KI im Einsatz hat, gibt an, das Potenzial von KI vollständig zu nutzen, gerade einmal drei Prozent meinen, dass sie das Potenzial eher stark ausnutzen. 28 Prozent schöpfen hingegen die Möglichkeiten von KI nach eigener Einschätzung wenig aus, 59 Prozent sogar überhaupt nicht.

Grundsätzliche Zweifel an der Technologie gibt es in der Wirtschaft kaum noch. 91 Prozent der Unternehmen halten KI für die wichtigste Zukunftstechnologie, nach 81 Prozent im Vorjahr und 73 Prozent im Jahr 2024. Nur noch 8 Prozent sehen darin einen Hype, der massiv überschätzt wird - 2024 war es mit 26 Prozent noch rund jedes vierte Unternehmen. Mit Blick auf das eigene Unternehmen sehen 80 Prozent KI überwiegend als Chance, 18 Prozent eher als Risiko. Kein einziges Unternehmen hält KI für weit überwiegend riskant, und ebenfalls keines glaubt noch, dass KI keinen Einfluss auf das eigene Geschäft hat.

Zugleich zeigt die Befragung eine große Verunsicherung rund um KI. 61 Prozent meinen, dass Unternehmen ohne KI-Nutzung keine Zukunft haben (2025: 51 Prozent). 56 Prozent sind der Ansicht, Deutschland habe bei KI den Anschluss verloren. 34 Prozent sorgen sich, dass KI die Existenz ihres Unternehmens gefährdet - nach 23 Prozent im Vorjahr. 31 Prozent erwarten, dass KI ihr Geschäftsmodell verändern wird (2025: 24 Prozent). Und unter den Unternehmen, die KI bereits einsetzen, sagt ein Drittel (33 Prozent) offen, es tue dies vor allem aus Angst, andernfalls den Anschluss zu verlieren.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 14.09.2026 - 10:58 Uhr

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