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Börse

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits verhaltenen Start bis zum Mittag weiterhin kaum vom Fleck bewegt. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.555 Punkten berechnet, ein Minus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten die Münchener Rück, die Hannover Rück und die Commerzbank, am Ende Hochtief, SAP und Adidas. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dax gibt deutlich nach - Ölpreis steigt weiter


Frankfurter Börse / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Am Mittwoch hat der Dax deutlich nachgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.576 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

"Die Eskalation im Nahen Osten sorgt für einen Sprung des Ölpreises über 100 Dollar und so für steigende Nervosität auf dem Börsenparkett", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets. "Insbesondere bei den Aktien aus zyklischen Branchen haben die Anleger heute auf den Verkaufsknopf und damit den Dax tief in die Verlustzone gedrückt. Die Marke von 26.000 Punkten scheint weiter entfernt denn je. Jetzt geht es erst einmal darum, Stabilität zurückzugewinnen. Der Preis der Nordseesorte Brent steigt unaufhörlich weiter und zeigt keinerlei Anzeichen für Schwäche."

In diesem Umfeld bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, am Donnerstag deutliche und warnende Worte zur zukünftigen Zinspolitik finde, die weiteren Verkaufsdruck erzeugten. "Derzeit preist der Markt zwei Leitzinserhöhungen in diesem Jahr ein. Sollte die EZB jedoch weitreichendere Inflationsrisiken erkennen und diese im Vorfeld bekämpfen wollen, kann sich der Aufwärtstrend in den Leitzinsen über den Jahreswechsel ausdehnen. Der gegenüber dem US-Dollar steigende Euro sendet bereits einige Signale in diese Richtung."

"Außerdem schiebt sich so langsam ein weiteres Megaevent in die Wahrnehmung der Börsianer. Am großen Verfallstermin an den Terminbörsen am Freitag kommender Woche wird allein in den USA mit einem Volumen im Optionsbereich von rund sechs Billionen US-Dollar gerechnet. Das entspricht in etwa 35 Prozent aller ausstehenden Optionsgeschäfte und setzt die Rekordserie aus dem Juni fort. Historisch betrachtet liegt das durchschnittliche Nominalvolumen im September im Bereich zwischen vier und fünf Billionen US-Dollar."

"Die Investoren bleiben auch deshalb an den Seitenlinien und überlassen den Verkäufern das Feld. Die erneute Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus ergeben derzeit kein angenehmes Investitionsumfeld. Daher verwundert es nicht weiter, dass auch der Dax den Rückwärtsgang eingelegt hat und trotz der positiveren Konjunkturperspektiven für Deutschland keine Fans findet", sagte Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1625 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8602 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.404 US-Dollar gezahlt (+1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 121,81 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 101,40 US-Dollar, das waren 3,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 09.09.2026 - 17:45 Uhr

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