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Der Dax ist am Mittwoch nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter in den roten Bereich abgerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 25.645 Punkten berechnet, ein Minus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten RWE, SAP und Eon, am Ende Rheinmetall, Siemens und Heidelberg Materials. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

KfW-Studie sieht Chancen für deutliche Wachstumssteigerung


KFW (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Deutschland hat nach Einschätzung der KfW trotz jahrelanger Stagnation realistische Chancen auf dauerhaft deutlich mehr Wachstum. Laut einer Studie von KfW Research ist ein Potenzialwachstum von mehr als einem Prozent jährlich im kommenden Jahrzehnt erreichbar. Seit 2015 war das Wachstum von knapp zwei Prozent auf nur noch leicht über null gefallen. Voraussetzung für einen nachhaltigen Umschwung sei, dass Deutschland gezielt die drei zentralen Wachstumskräfte Arbeit, Kapital und Produktivität stärke, so die Studie.

Der wichtigste Hebel liege dabei in einer neuen Dynamik beim Produktivitätswachstum, so ein Zwölf-Punkte-Papier, welches aus der Studie abgeleitet wurde. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung müssten schneller und breiter in Unternehmen genutzt werden, digitale Innovationsprojekte leichter finanzierbar und neue Technologien rascher in Mittelstand und Großindustrie skaliert werden. Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW, sagte, dass Deutschland kein "ökonomisches Wunder", sondern eine "überzeugende Strategie" für dauerhaftes Wachstum brauche.

Das Zwölf-Punkte-Papier verdichte die Analyse und benenne zentrale Hebel, um Deutschland aus einer strukturellen Wachstumsschwäche in eine positive wirtschaftliche Dynamik zu überführen, so die KfW. Wachstum entstehe durch das Zusammenspiel mehrerer Dimensionen: bessere Rahmenbedingungen für Investitionen, eine wettbewerbsfähige Energieversorgung, die Sicherung von Fach- und Arbeitskräften, ein innovationsfreundlicheres Umfeld sowie eine stärkere europäische und internationale Einbettung der deutschen Wirtschaft.

KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher warb für intelligente und wirksamere Regulierung - und den Abbau von Bürokratie: "Jede neue Regel sollte darauf geprüft werden, ob sie ihren Zweck erreicht, wie hoch ihre Folgekosten sind und ob sie unternehmerische Initiative unnötig einschränkt", sagte er. Eine schlanke Verwaltung sei kein Nebenaspekt, sondern ein harter Standortfaktor. "Gezielte Reformanstrengungen führen zur nachhaltigen Wiederbelebung des Wachstums und Wiedererlangung der technologischen Wettbewerbsfähigkeit."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 08.09.2026 - 13:13 Uhr

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