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Finanzmärkte aktuell:

Wadephul: Festsetzung von Schattenflotten-Tankern ist Option


Johann Wadephul am 01.09.2026 / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat das angekündigte härtere Vorgehen gegen die russische Schattenflotte konkretisiert. Die Bundesregierung wolle nicht nur in Verhandlungen mit anderen Staaten das Löschen der Ladung verhindern, sondern ziehe perspektivisch sogar eine Festsetzung von Tankern in Betracht: Noch sei das allerdings eine "Option für die Zukunft", sagte Wadephul dem Nachrichtensender "Welt".

Man rede mit vielen Staaten darüber, solche Tanker gar nicht in den Hafen zu lassen und sie nicht zu löschen, wie man in der Fachbegrifflichkeit sage. Man dürfe dieses Land nicht an Sanktionen vorbei versorgen. Diese Gespräche wolle man fortsetzen. Einige Staaten hätten solche Tanker bereits festgesetzt. Das sei für Deutschland auch eine Option für die Zukunft. Man reagiere "angemessen und hart", aber so, dass Russland wisse, dass die Rückkehr zu einem rationalen Miteinander möglich sei.

Die Schattenflotte selbst ist für Wadephul bereits Teil einer Eskalation durch Russland. "Eskalieren tut Russland; Russland hat die Ukraine angegriffen und Russland greift zu derartigen Mitteln. Die sogenannte Schattenflotte ist ja eine Umgehung von Sanktionen, die wir errichtet haben. Das sind illegale Schiffe", so Wadephul. Er deutete auch umweltrechtliche Möglichkeiten an, um gegen die Schiffe vorzugehen. Es seien sehr, sehr gefährliche Schiffe, weil oftmals alte, rostige Tanker, die, wenn sie in der Ostsee kaputtgehen und Öl verlieren würden, zu einer großen ökologischen Krise führen könnten. Das wäre verbunden mit schrecklichen Auswirkungen für den Tourismus, nicht nur für die Natur, warnte Wadephul. Dass man so etwas eingrenze, sei ganz normal.

Welche weiteren Schritte sich Deutschland bei einer weiteren Eskalation durch Russland vorbehält, wollte Wadephul nicht verraten. "Den Gefallen werde ich Wladimir Putin nicht tun", sagte er. Man finde immer die richtigen Antworten. Sie seien angemessen und so, dass man eine schwierige Fortentwicklung zu vermeiden versuche. Aber sie seien so, dass Russland wisse, Deutschland könne sich verteidigen. Deutschland sei sicher und habe gute Verbündete.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 03.09.2026 - 14:13 Uhr

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