Mittwoch, 02. September 2026
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Der Dax ist am Mittwoch mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.915 Punkten berechnet und damit 0,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom vorherigen Handelstag. An der Spitze rangierten die Deutsche Bank, die Commerzbank und Adidas, am Ende Gea, Scout24 und Volkswagen. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
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Studie: Junge Menschen wünschen sich weniger Kinder
Der Kinderwunsch in Deutschland ist erstmals seit vielen Jahren gesunken, während Zukunftssorgen aufgrund globaler Krisen zugenommen haben. Das ergab eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Geburtenrate in der Europäischen Union ist zuletzt von 1,53 Kindern pro Frau im Jahr 2021 auf 1,34 im Jahr 2024 gefallen. Dies ist der tiefste Wert seit der Gründung der EU. Auch in Deutschland sank sie im selben Zeitraum von 1,58 auf 1,35 Kinder, womit das Land im europäischen Mittelfeld liegt. Insgesamt setzt sich damit ein Trend fort, der weitreichende Folgen für die Bevölkerungsentwicklung hat: Langfristig führen anhaltend niedrige Geburtenraten dazu, dass nachfolgende Generationen deutlich kleiner werden. Dadurch verschiebt sich das Verhältnis zwischen älteren und jüngeren Altersgruppen, was auch für das Erwerbstätigenpotenzial und die Rente relevant ist. Trotz des Rückgangs bleibt der Kinderwunsch bei jungen Erwachsenen höher als die tatsächliche Geburtenrate. Laut dem familiendemografischen Panel FReDA wünschen sich Frauen durchschnittlich 1,7 Kinder und Männer etwa 1,6 Kinder. Martin Bujard, Forschungsdirektor am BiB, erklärte, dass der Aufschub der Familienplanung häufig zu unerfüllten Kinderwünschen führe. Die ideale Kinderzahl, die Menschen als wünschenswert ansehen, blieb mit durchschnittlich 2,2 Kindern konstant. Durch die sinkende Geburtenrate ist die Lücke zwischen der als ideal betrachteten und der realisierten Familiengröße gewachsen - die Forscher sprechen vom "Fertility Gap". Daraus folgert Bujard: "Viele Menschen bekommen weniger Kinder, als es ihrem eigentlichen Familienideal entspricht." Zukunftssorgen, insbesondere vor Kriegen und einer möglichen Schwächung der Demokratie, beeinflussen die Familienplanung. Miriam Trübner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am BiB, sagte, dass die Erwartungen an die gesellschaftliche Zukunft mit den Kinderwünschen in Zusammenhang stehen. Regionale Lebensbedingungen, wie bezahlbarer Wohnraum und wirtschaftliche Perspektiven, spielen ebenfalls eine Rolle. Eine leistungsfähige regionale Daseinsvorsorge könne dazu beitragen, dass junge Menschen ihre Kinderwünsche zeitnah verwirklichen. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 02.09.2026 - 11:27 Uhr
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