Sonntag, 30. August 2026
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Zum Wochenausklang hat der Dax zugelegt. Der Index wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 26.570 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start hielt der Dax zunächst sein Niveau, bevor er am Nachmittag deutlich zulegte und um 16:57 Uhr ein neues Rekordhoch von rund 26.619 Punkten erreichte. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
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ING-Ökonom fürchtet Gasmangellage bei kaltem Winter
Angesichts historisch niedriger Gasspeicherstände hat ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski vor einer möglichen Gasmangellage in Deutschland gewarnt. Die Speicher seien derzeit nur ungefähr zur Hälfte gefüllt, sagte Brzeski dem Nachrichtenportal T-Online. Bei einem normalen Winter seien keine Engpässe zu erwarten. "Aber wenn wir mehrere sehr kalte Monate hintereinander erleben, sieht die Situation anders aus. Bei einem außergewöhnlich kalten Winter könnten wir Probleme bekommen - bis hin zu einer Gasmangellage", so der ING-Chefvolkswirt weiter. Er fordert deshalb Vorsorge durch die Bundesregierung: "Der Bund sollte sehr gute Meteorologen in den Dienst stellen. Spaß beiseite. Die Regierung sollte definitiv vorbereitet sein", so Brzeski. Konkret meint er, der Bund sollte jetzt prüfen, aus welchen Ländern zusätzlich LNG beschafft werden könnte - etwa aus den USA oder aus Norwegen. Wenn man sich frühzeitig darum kümmere, zahle man auch einen niedrigeren Preis, als wenn man plötzlich dringend zusätzliche Mengen brauche. Das sei schlicht Marktwirtschaft, so der ING-Chefvolkswirt. Denkbar seien auch Alternativen, etwa zeitweise wieder stärker Kohle einzusetzen. Brzeski rechnet zudem mit steigenden Gaspreisen von rund 70 Euro je Megawattstunde. Verglichen mit dem Frühjahr sei das ein Plus von rund 30 Prozent. Er warnte vor einer Pleitewelle bei kleineren Versorgern. Der Wendepunkt, den man langsam erkennen konnte, könnte sich vielleicht um ein halbes Jahr verschieben. Kleine Versorger hätten schon 2022 hohe Marktpreise bezahlen müssen, diese aber nicht sofort an ihre Kunden weitergeben können. Genau dieser Mechanismus könnte im kommenden Herbst und Winter wieder eine Rolle spielen, sagte Brzeski dem Nachrichtenportal T-Online. Beim Öl geht der ING-Ökonom im dritten Quartal von ungefähr 90 Dollar je Barrel aus. Für Autofahrer hätte das spürbare Folgen: "Dann reden wir beim Sprit schnell über mehr als 2,30 Euro", so Brzeski. Selbst zum Jahresende würde man noch damit rechnen, dass etwa 15 Prozent weniger Schiffe die Straße passieren als vor dem Krieg. Der Inflationsdruck bleibe dadurch länger bestehen, so der Volkswirt weiter. "Ich gehe davon aus, dass wir in Deutschland bis zum Jahresende eine Inflationsrate von mehr als drei Prozent sehen werden. Die Inflationsrate im August könnte die Drei-Prozent-Marke knacken. Wenn nicht, dann spätestens im September", sagte Brzeski. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 30.08.2026 - 06:00 Uhr
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