Freitag, 28. August 2026
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Zwei deutsche U-Boot-Wracks in der Ostsee entdeckt
In der polnischen Ostsee sind die Wracks der deutschen U-Boote U-583 und U-649 aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Beide Fundstellen gelten als Gräber deutscher Soldaten. Christian Lübcke, Beauftragter für Seekriegsgräberangelegenheiten beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, sagte der "Bild": "Letzte Woche wurden mir die Funde zweier neuer U-Bootwracks in der Ostsee gemeldet. U-583 und U-649. Beides sind Seekriegsgräber." U-583 wurde laut Bericht am 15. Juli in etwa 65 Metern Tiefe im Seegebiet zwischen der dänischen Insel Bornholm und der polnischen Küste geortet. Das weitgehend erhaltene Wrack ist teilweise mit Fischernetzen bedeckt. Das U-Boot war am 15. November 1941 während einer Ausbildungsfahrt nach einer Kollision mit einem anderen deutschen U-Boot gesunken. Dabei starben 45 Soldaten. Auch U-649 sank nach einer Kollision mit einem deutschen U-Boot. Bei dem Unglück am 24. Februar 1943 kamen 35 Soldaten ums Leben, elf wurden gerettet. Über den Zustand und den genauen Fundort des Wracks liegen dem Volksbund bislang nur wenige Informationen vor. Der Volksbund warnt vor Plünderungen der jetzt entdeckten U-Boote. Polen galt bislang als Vorreiter beim Schutz solcher Wracks und hat, anders als Deutschland, die UNESCO-Konvention zum Schutz des Unterwasserkulturerbes unterzeichnet. Inzwischen wurden die polnischen Schutzbestimmungen jedoch gelockert. Der Volksbund fordert, die U-Boot-Wracks als Seekriegsgräber unberührt zu lassen. Angesichts von "massiven Plünderungen deutscher Seekriegsgräber weltweit und auch in der Ostsee" sei die Lockerung das falsche Signal, sagte Lübcke. Ein weiterer Wrackfund gelang vor der griechischen Insel Lefkada. Dort entdeckten Taucher der Firma AegeanTec in 96 Metern Tiefe das deutsche Schnellboot LS 6. Das 15 Meter lange Boot gilt als einziges weitgehend erhaltenes Exemplar seiner Baureihe. Expeditionsleiter Marinos Giourgas sagte: "Das Wrack steht aufrecht auf dem Meeresboden, als wäre es bereit, zu seiner nächsten Mission auszulaufen." LS 6 war 1943 bei einem Luftangriff beschädigt worden und sank anschließend während eines Schlepptransports. Nach Angaben der Forscher sind keine Todesopfer beim Untergang bekannt. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 28.08.2026 - 13:17 Uhr
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