Freitag, 28. August 2026
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Anklage nach Amokfahrt in Leipzig erhoben
Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Anklage gegen einen 33-jährigen Deutschen nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt erhoben. Das teilte die Behörde am Freitag mit. Der Mann soll am 4. Mai in der Grimmaischen Straße zwei Menschen getötet und weitere 85 Menschen töten wollen. Die Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Leipzig lautet auf Mord in zwei tateinheitlichen Fällen, versuchten Mord in 85 Fällen, schweren gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr in 91 Fällen sowie gefährliche Körperverletzung in acht Fällen. Neben den beiden Todesopfern wurden acht Menschen verletzt, vier davon direkt durch das Fahrzeug und vier weitere durch Zusammenstöße mit erfassten Personen. Die Staatsanwaltschaft sieht die Mordmerkmale der Heimtücke, der sonst niedrigen Beweggründe und des gemeingefährlichen Mittels als erfüllt an. Der Angeschuldigte war nach seiner vorläufigen Festnahme in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Ein vorläufiges Gutachten des forensisch-psychiatrischen Sachverständigen sieht nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte für eine Schuldunfähigkeit oder verminderte Schuldfähigkeit. Deshalb hat die Behörde die Aufhebung des Unterbringungsbefehls und den Erlass eines Haftbefehls beantragt, über den das Landgericht noch nicht entschieden hat. Der Mann ist nicht vorbestraft und hat sich gegenüber den Ermittlungsbehörden nicht zur Sache eingelassen. Gegenüber dem Sachverständigen hat er sich geäußert. Weitere Angaben zum Tatgeschehen machte die Staatsanwaltschaft mit Blick auf die bevorstehende Hauptverhandlung nicht. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 28.08.2026 - 10:39 Uhr
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