Mittwoch, 26. August 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Klingbeil: Regierung steht hinter Ausweitung von Zuckersteuer
Dolly Parton mit 80 Jahren gestorben
Bau-Monitor: 1,35 Millionen Wohnungen fehlen in Deutschland
Grüne kritisieren mangelnde Klima-Beschlüsse bei Kabinettsklausur
Stimmung in deutscher Exportwirtschaft deutlich verbessert
Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer sind getrennt
Bedeutung von KI bei Cyberattacken nimmt weiter zu
Verbände taxieren Zuckersteuer-Einnahmen auf vier Milliarden Euro
Klingbeil: Zuckersteuer auf Zero-Getränke wird nicht kommen
Nach tödlicher Flut in Nepal: Unklarheit über deutsche Opfer

Newsticker

18:13Grüne kritisieren mangelnde Klima-Beschlüsse bei Kabinettsklausur
18:00Infratest: AfD legt in Sachsen-Anhalt etwas zu - BSW draußen
17:48Dax legt leicht zu - Anleger zurückhaltend vor Nvidia-Zahlen
17:26Zwei Tote durch Malaria am Frankfurter Flughafen
17:21Thüringer BSW will bei Misstrauensvotum nicht für Höcke stimmen
17:03Verdi und Klima-Allianz drängen auf Investitionen in Wärmewende
16:34Geas: Nur 1,5 Prozent der eingereisten Migranten registriert
16:11Meta und US-Bundesstaaten einigen sich auf Milliarden-Vergleich
15:54Nach tödlicher Flut in Nepal: Unklarheit über deutsche Opfer
15:36IW befürwortet Euro-Bonds
15:14Bericht: Lidl-Mutterkonzern plant Rechenzentrum bei Rostock
14:47Migrationsforscher wirft AfD Doppelstrategie vor
14:29SPD erwägt Einschränkung von Alkoholverkauf
13:57Evers wirft Berliner Linken Verschärfung der Wohnungskrise vor
13:51Wahl-O-Mat für Sachsen-Anhalt knackt Rekordmarke

Börse

Am Mittwoch hat der Dax leicht zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 26.286 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start im Minus drehte der Dax bis zum Mittag leicht ins Plus. Anschließend baute er seine Zugewinne aus, bevor er einen Teil davon wieder abgab. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Pandemie: Mütter reduzierten Arbeitszeit - Väter arbeiteten mehr


Mutter mit Kleinkind (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Schulschließungen und Einschränkungen des Präsenzunterrichts während der Pandemie haben vor allem bei Müttern von Kindern im Grundschulalter dazu geführt, dass sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Das zeigt eine neue Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichtet.

Laut der Studie sank bei Müttern von Kindern im Grundschulalter die Wahrscheinlichkeit, dass sie in Vollzeit beschäftigt sind, mit Schulschließungen um 4,8 Prozent. Die Beschäftigung insgesamt, also Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung zusammengenommen, blieb dabei den Angaben zufolge gleich. Die Mütter arbeiteten also weniger, legten die Erwerbsarbeit aber nicht vollständig nieder.

Unter den Vätern dagegen stieg die Wahrscheinlichkeit, in Voll- oder Teilzeit beschäftigt zu sein, sogar um 5,2 Prozent - mutmaßlich, um die Einkommensverluste des Haushaltes auszugleichen, wie das DIW schreibt. Die Zahlen zeigen dabei auch einen Unterschied nach Familienstand: Unter verheirateten Paaren, die nur Kinder im Grundschulalter haben, war der Effekt deutlicher als unter nicht verheirateten Paaren derselben Gruppe.

Studienautor Markus Grabka sagte den Funke-Zeitungen, man interpretiere das so, dass verheiratete Paare eher noch als unverheiratete sich an einem klassischen Rollenbild orientieren. Bei Familien, die auch ältere Kinder hatten, sind vergleichbare Effekte laut DIW nicht zu beobachten, möglicherweise, weil ältere Kinder in Betreuungsaufgaben mit eingebunden wurden. Wie lange der Effekt anhielt - ob die betroffenen Mütter also nach Ende der Schulschließungen ihre Arbeitszeit wieder erhöhten - wurde nicht untersucht.

Das DIW hat den Effekt mittels eines Differenz-in-Differenzen-Ansatzes untersucht und sich dabei zunutze gemacht, dass unterschiedliche Landkreise zu unterschiedlichen Zeitpunkten den Präsenzunterricht in Schulen eingeschränkt haben. Dabei stützten sich die Forscher auf Daten des Sozioökonomischen Panels aus der Zeit zwischen Januar 2019 und Dezember 2021.

Grabka sieht die Gefahr, dass die Pandemie und vergleichbare Krisensituationen so bestehende Ungleichheiten verstärken können. Frauen seien schon jetzt in vielen Dimensionen im Erwerbsleben benachteiligt, etwa wenn es um Lohnungleichheit oder geringere Rentenansprüche gehe, sagte Grabka. Wenn vor dem Hintergrund der höheren Löhne der Männer überwiegend Frauen in Ausnahmesituation ihre Erwerbstätigkeit reduzierten, dann habe das eine strukturelle Dimension. Wenn beide Elternteile arbeiten wollten, sollten die Rahmenbedingungen so sein, dass beide auch in Krisensituationen ihre Erwerbstätigkeit im gewünschten Umfang aufrechterhalten könnten.

Der Ausbau von Ganztagsschulen sei ein wichtiger Schritt, um Arbeit und Betreuung besser vereinbaren zu können, und müsse jetzt auch finanziell ausreichend unterlegt und von den Ländern umgesetzt werden. Auch die Arbeitgeber hätten hier eine Verantwortung, sagte Grabka weiter. Mehr hybrides Arbeiten und Homeoffice gebe Müttern die Chance, auch in Krisensituationen Familie und Beruf besser zu vereinen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 25.08.2026 - 15:10 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung