Samstag, 22. August 2026
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Mehrere Festnahmen und Verletzte bei Mannheimer Pokalderby
Das DFB-Pokalderby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern ist am Freitagabend von Ausschreitungen überschattet worden. Wie das Polizeipräsidium Mannheim am Samstag mitteilte, wurden einige Beamte verletzt und mehrere Fans festgenommen. Zum Spiel waren rund 23.500 Zuschauer im ausverkauften Carl-Benz-Stadion, darunter etwa 3.500 Gästefans. Das um 18 Uhr angepfiffene Spiel war in der Vorspielphase zunächst weitgehend störungsfrei verlaufen; ein Fanmarsch von rund 2.000 Anhängern des 1. FC Kaiserslautern vom Bahnhof Ludwigshafen-Mitte zum Hauptbahnhof Mannheim blieb ohne nennenswerte Zwischenfälle. Während der Partie zündeten Fans immer wieder teils massive Pyrotechnik. Nach dem Ende der regulären Spielzeit kam es zunächst auf dem Spielfeld zu einer Rudelbildung, die aggressive Stimmung schwappte auf die Ränge über. Mannheimer Anhänger warfen Becher in Richtung der Bank des 1. FC Kaiserslautern, woraufhin Gästefans Raketen in Richtung Haupttribüne abschossen. Anschließend stürmten Mannheimer Fans den Rasen; Polizeikräfte drängten die Personen mit "Zwangsanwendung" in den Heimblock zurück. Die Einsatzkräfte seien zuvor aus dem Heimblock heraus mit pyrotechnischen Gegenständen und Raketen beschossen worden, so die Polizei. Dabei wurden 33 Beamte der Bundespolizei und zwei Polizeibeamte aus Baden-Württemberg leicht verletzt. Der Anpfiff der Verlängerung musste kurzzeitig verschoben werden; nach Wiederaufnahme des Spiels gab es demnach keine weiteren Zwischenfälle. Nach Spielende brannte im Gästefanblock eine Choreografie; die Berufsfeuerwehr Mannheim löschte den Brand. Die Polizei leitete Ermittlungen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz ein und nahm mehrere Fußballfans vorläufig fest. Insgesamt mussten 85 Menschen medizinisch betreut werden, acht von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Rund 1.400 Polizeibeamte waren im Einsatz. "Die intensive Vorbereitung aller beteiligten Institutionen und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten haben sich ausgezahlt. Unser taktisches Konzept ging voll auf", sagte Gesamteinsatzleiter Michael Reichert. Im Umfeld des Stadions kam es zeitweise zu Verkehrssperrungen und Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 22.08.2026 - 07:44 Uhr
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