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Finanzmärkte aktuell:

Klimaforscher: Viele Extremereignisse ohne Klimawandel unmöglich


Trockenes Feld (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Viele der extremen Wetterereignisse, die Deutschland derzeit erlebt, wären nach Einschätzung des Klimaforschers Mojib Latif ohne den menschengemachten Klimawandel nicht möglich.

"Wenn man Simulationen aus früheren Zeiträumen mit heutigen vergleicht, sieht man, dass solche Rekorde früher praktisch nicht vorgekommen wären", sagte Latif der "Rheinischen Post". Temperaturen von über 40 Grad seien in Deutschland ein relativ neues Phänomen. "Hier ist der Zusammenhang klar: Solche Extremwerte sind eine Folge des Klimawandels." Sie "wären ohne den Klimawandel in dieser Form gar nicht möglich", so der Wissenschaftler.

Den diesjährigen Sommer bezeichnete Latif als "tatsächlich außergewöhnlich, weil bereits eine Reihe von Allzeitrekorden gebrochen wurde". Zugleich sei dieser Sommer Teil einer Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichne. "Waldbrände, Niedrigwasser und extreme Hitze sind nichts Neues. Wir müssen deshalb endlich aufhören, nur darüber zu reden, was Klimaschutz kostet. Die Schäden, die durch unterlassenes Handeln entstehen, werden sehr viel teurer."

Angesprochen auf die hohe Waldbrandgefahr und die Waldbrände sagte Latif, Trockenheit setze die Wälder derzeit "massiv unter Stress". Der Experte warnte: "Wir erleben deshalb inzwischen so etwas wie ein Waldsterben 2.0. Anders als in den 70er und 80er Jahren, als vor allem saurer Regen ein großes Thema war, ist heute die anhaltende Trockenheit ein zentraler Faktor." Deswegen sei es notwendig, "Wälder langfristig widerstandsfähiger umzubauen", so Latif.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 19.08.2026 - 07:38 Uhr

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