Freitag, 31. Juli 2026
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Der Dax ist am Freitagmorgen sehr freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.887 Punkten berechnet, 1,1 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Papiere von Infineon, Siemens Energy und Hochtief, am Ende die Aktien der Deutsche Telekom, von Scout 24 und Symrise. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
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Erdüberlastungstag: Ressourcen für 2026 bereits aufgebraucht
Die Menschheit hat die natürlichen Ressourcen für dieses Jahr bereits aufgebraucht. Das teilte die Nichtregierungsorganisation Global Footprint Network am Donnerstag mit. Der sogenannte "Earth Overshoot Day" fällt in diesem Jahr auf den 30. Juli - das Datum, an dem der Verbrauch der Menschheit an natürlichen Ressourcen das übersteigt, was die Ökosysteme der Erde in diesem Jahr regenerieren können. Derzeit beansprucht die Menschheit die Natur um 73 Prozent schneller, als sich die Ökosysteme regenerieren können, was einem Verbrauch von 1,73 Erden entspricht. Für Deutschland fiel der "Overshoot Day" bereits auf den 10. Mai. Rechnerisch bräuchte die Menschheit 2,8 Erden, wenn alle Menschen so leben würden wie die deutsche Bevölkerung. Eine Vielzahl von Faktoren trägt zu dieser Überschreitung bei, beispielsweise Autos, Kraftwerke und Fabriken, die mehr CO2 ausstoßen, als die Biosphäre aufnehmen kann, ein Süßwasserverbrauch, der das Nachwachsen übersteigt, eine Abholzung, die das Nachwachsen der Bäume übersteigt, sowie Fischfang, der das Nachwachsen der Bestände übersteigt. Diese Übernutzung zehrt das Naturkapital auf und gefährdet weltweit die langfristige wirtschaftliche Sicherheit. Obwohl die Übernutzung zu Stagflation, Nahrungsmittel- und Energieunsicherheit, Gesundheitskrisen und Konflikten führen kann, wird die Ressourcensicherheit laut einer Analyse der Umweltschutzorganisation von kaum einer nationalen Regierung als zentraler Bestandteil ihrer Wirtschaftsplanung betrachtet. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) warnte vor dem fahrlässigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. "Der jährliche globale Erdüberlastungstag ist dafür deutliche Mahnung: ab heute leben wir auf Pump", sagte Schneider der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). "Wir haben nur diese eine Erde, die uns Menschen versorgt, mit lebensnotwendigen Grundlagen: mit frischem Wasser, erholsamer Natur, mit Ackerland und auch mit kostbaren Rohstoffen, die wir für unsere Wirtschaft brauchen. Nur, wir gehen mit all dem viel zu fahrlässig um." Deshalb sei Engagement für Klimaschutz wichtig. "Deshalb werden wir weiterhin die erneuerbaren Energien ausbauen. Und deshalb wollen wir zerstörte Natur, wo immer möglich, auch wiederherstellen", sagte der Umweltminister. Die Bundesregierung hatte zuletzt für Infrastrukturprojekte die Pflicht zum Naturschutzausgleich vor Ort abgeschafft. Das im Gegenzug geplante "Natürliche-Infrastruktur-Gesetz" wird aktuell allerdings von der Union blockiert. Auch die Förderung für Erneuerbare Energien soll nach den Plänen der Bundesregierung gekürzt werden, obwohl die gesetzlichen Ausbauziele derzeit nicht erreicht werden. Schneider erklärte, auch die Kreislaufwirtschaft spiele eine entscheidende Rolle, um Ressourcen langfristig zu schonen. "Viele Unternehmen in Deutschland zeigen bereits, wie aus wiedergewonnenen Rohstoffen neue Produkte werden und wie Materialien mehrfach genutzt werden können", so der SPD-Politiker. "Genau darin liegt die Zukunft unserer Wirtschaft: weniger Verschwendung, mehr Innovation und mehr Unabhängigkeit. Wer Rohstoffe im Kreislauf hält, schützt Klima und Natur und stärkt zugleich den Wirtschaftsstandort Deutschland." © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 30.07.2026 - 09:20 Uhr
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