Freitag, 17. Juli 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax lässt nach - zunehmende Ermüdungserscheinungen
Umfrage: Mehrheit der Deutschen für Verlängerung des Tankrabatts
SPD in Sachsen-Anhalt kritisiert Fehler bei Energiewende
Forsa: Mehrheit will Spritpreis-Hilfe für pendelnde Geringverdiener
CDU-Wirtschaftsrat kritisiert Brüsseler ETS-Pläne und Klingbeil
VdK kritisiert neue Jobcenter-Weisung zu Sanktionen
USA führen weitere Luftangriffe gegen Iran durch
Warken will Krankschreibung per Online-Fragebogen stoppen
Israels Parlament verabschiedet umstrittenes Mediengesetz
Drei Tote bei Sturz von Aussichtsturm im Harz

Newsticker

16:24Erdgasförderung in Deutschland erstmals seit 2003 nicht rückläufig
16:06Wildberger warnt vor digitaler Abhängigkeit von USA
16:01TKMS-Chef: Indien-Auftrag bis Jahresende erwartet
15:55Wagenknecht fordert Spahn-Rücktritt wegen Leihmutter-Debatte
15:51Lambsdorff rechnet mit neuer Mobilmachung in Russland
15:48Rolling Stones zum zwölften Mal an der Spitze der Album-Charts
15:37Weitere deutsche Teilnahmen an französischen Nuklearübungen geplant
15:14Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern im Osten und Süden
15:01Sudan-Krieg: Linke will Stopp von Waffenlieferungen an VAE
14:54Queerbeauftragte lehnt kommerzielle Leihmutterschaft ab
14:47Linke kritisiert ZDF nach abgesagtem Danger-Dan-Auftritt
14:35Leihmutterschaft: Frauen-Gruppe der Unionsfraktion attackiert Spahn
14:18Großbritannien: Andy Burnham zum Labour-Chef gewählt
13:22EU-Kommission will der Industrie länger mehr CO2-Ausstoß erlauben
12:43Dax rutscht tiefer ins Minus - Infineon unter Druck

Börse

Der Dax hat am Freitag nach einem bereits verhaltenen Start in den Handelstag bis zum Mittag seine Verluste ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.754 Punkten berechnet, 0,6 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

TKMS-Chef: Indien-Auftrag bis Jahresende erwartet


Indisches Parlament (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Vor dem Hintergrund deutlicher Kursverluste wehrt sich TKMS-Chef Oliver Burkhard gegen Einschätzungen, dass der Werftkonzern mit dem Großauftrag aus Kanada für bis zu zwölf U-Boote überfordert sein könnte.

"Ich muss zugeben, es ärgert mich, dass da immer wieder Zweifel geschürt werden", sagte Burkhard der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). Auch in Gesprächen mit Investoren, wie etwa dieser Tage bei einer Roadshow in Singapur, werde er jetzt öfter gefragt, ob sich TKMS das große Auftragsvolumen überhaupt zutraue: "Tun wir", so Burkhard. "Natürlich schaffen wir das, sonst würden wir solche Aufträge doch gar nicht annehmen."

Der Kurs des M-Dax-Werts war zwar auf 93 Euro gestiegen, als sich Anfang Juli abzeichnete, dass TKMS von Kanada als Lieferant für die zwölf U-Boote ausgewählt wird. Inzwischen ist der Kurs unter 80 Euro abgerutscht. Hintergrund ist die Tatsache, dass TKMS schon jetzt einen Auftragsbestand hat, der mit rund 20 Milliarden Euro fast das Zehnfache des letzten Jahresumsatzes erreicht. Durch den Auftrag aus Kanada sowie die Bestellung von Fregatten durch den Bundestag dieser Tage würde sich der Auftragsbestand noch einmal verdoppeln.

Der TKMS-Chef verwies darauf, dass der Kursrutsch stark mit dem abrupten Ausstieg des Bundes aus dem Fregattenprogramm für die F126 zusammenhänge: "Da stellen Investoren nachvollziehbar die Frage, wie verlässlich ein Auftragsbuch ist, wenn die Politik mittendrin eingreifen kann", sagte Burkhard der FAZ. Mit dem Bau der F126 war das beauftragte Konsortium um Jahre in Verzug geraten. TKMS war daran aber nicht beteiligt.

Für den vorhandenen Auftragsbestand sei TKMS gewappnet, bekräftigte Burkhard. Der große Trumpf sei die Werft in Wismar: "550.000 Quadratmeter überdachte Docks, das größte, was es in Europa gibt." Der Vorstandschef stellt zudem in Aussicht, dass TKMS die Aufträge sogar noch schneller abarbeiten könnte als bisher geplant - sofern es zu einer weitergehenden Kooperation mit der spanischen Werft Navantia kommt. Bis Ende des Jahres solle sich das geklärt haben. "Die Spanier sind derzeit unterausgelastet - und wir haben sehr gut zu tun", so der Hinweis von Burkhard.

Was im Auftragsbuch von TKMS allerdings weiter fehlt, ist die Bestellung von sechs U-Booten für acht Milliarden Euro durch die indische Regierung. Diese hatte beim Indien-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Januar den seit Jahrzehnten verhandelten Deal in Aussicht gestellt. Ende April hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zusammen mit seinem indischen Amtskollegen Rajnath Singh die TKMS-Werft in Kiel besucht und sich zuversichtlich gezeigt, dass der Vertrag in den folgenden drei Monaten unterzeichnet werden könnte. Angesichts der Finanznöte, in denen die indische Regierung seit der durch den Irankrieg verursachten Energiekrise in Asien steckt, ist dieser Zeitplan nun nicht mehr zu halten. "Ich rechne damit, dass wir den Auftrag aus Indien bis Ende des Jahres erhalten", sagte Burkhard der FAZ.

Durch die Schließung der Straße von Hormus habe Indien erlebt, was Abhängigkeit von anderen Ländern bedeute. Das Land will bis 2047 rüstungstechnisch autark werden. Auf die Frage, wie realistisch das Geschäft angesichts dieser Gemengelage noch sei, antwortete Burkhard: "Wir haben keine Anzeichen dafür, dass der Deal nicht kommt." Indien bleibe neben Singapur in Asien der größte Kunde. Daneben erhalte TKMS seit Beginn des Irankriegs viele Anfragen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 17.07.2026 - 16:01 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung