Samstag, 20. Juni 2026
| |||
| |||
|
Meistgelesene Nachrichten Newsticker
Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Der Index wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 24.986 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax im Tagesverlauf seine Zugewinne ab und rutschte schließlich ins Minus. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
|
Lauterbach sieht Chance auf Widerspruchslösung bei Organspende
Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine Neuregelung der Organspende noch in diesem Jahr. Die Chance auf eine Einführung der Widerspruchslösung in Deutschland sei gestiegen, sagte er der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). "Der Fall Mette-Marit kann uns dabei helfen", sagte der SPD-Politiker. "Ideal wäre es, wenn der Bundestag im Herbst endgültig die Widerspruchslösung beschließen würde." Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit hatte vergleichsweise kurz auf eine lebensrettende Lungentransplantation warten müssen. Fälle wie der von Mette-Marit könnten bei uns die Regel sein, so Lauterbach. Gerade bei Lungentransplantationen könnte es schneller gehen - aber auch bei Herztransplantationen oder Nierentransplantationen. In Deutschland sterben immer noch viel zu viele Patienten auf der Warteliste. Hätte man eine Widerspruchslösung bei der Organspende wie in Norwegen, wäre das Problem gelöst. Es sei nicht einzusehen, dass Patienten in Deutschland einen Nachteil hätten, den andere Länder längst überwunden hätten. "Es ist doch nicht zu vermitteln, weshalb wir mit unserem teuren Gesundheitswesen es nicht schaffen, Menschen, die Organe benötigen, das Leben zu retten", sagte Lauterbach. Der ehemalige Minister beklagte, dass das Thema Organspende oft ideologisch überhöht werde. Es kämen religiöse Argumente ins Spiel oder es werde mit irrationalen Ängsten argumentiert. "Wenn es diesmal vernünftiger abläuft, dann glaube ich, könnte die Zeit für die Widerspruchslösung jetzt gekommen sein", so Lauterbach. Lauterbach wies zudem darauf hin, dass es in der vergangenen Legislaturperiode gelungen sei, ein Organspende-Register digital einzuführen, das sehr zuverlässig funktioniere. Wer nicht spenden möchte, könne sich dort eintragen lassen. "Es ist dann ausgeschlossen, dass jemand versehentlich zum Spender wird", sagte er. Am kommenden Mittwoch debattiert der Bundestag über die Einführung einer Widerspruchslösung. Lauterbach ist heute Vorsitzender des Forschungsausschusses im Bundestag. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 20.06.2026 - 04:25 Uhr
Andere News
Fußball-WM 2026: USA stehen nach 2:0 gegen Australien in der nächsten Runde
WM 2026 Live: Algerien legt wegen Lionel Messi Protest ein
Deniz Undav bei der Fußball-WM 2026: Der »Scheißegal, ich mach das schon«-Fußballer
Fußball-WM 2026: Superfan Paul Kennedy und sein Trip im alten VW Käfer
Nato-Gipfel in der Türkei: Recep Tayyip ErdoÄŸan, der unbequeme Gastgeber
| ||