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Der Dax ist am Donnerstagmorgen zurückhaltend in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.205 Punkten berechnet, wenige Punkte über dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dax startet vor EZB-Zinsentscheid zurückhaltend


Frankfurter Börse / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Dax ist am Donnerstagmorgen zurückhaltend in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.205 Punkten berechnet, wenige Punkte über dem Schlussniveau vom Vortag.

"Die Luft ist raus im Dax", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Der ungelöste Nahostkonflikt und eine allgemeine Abnahme der Risikobereitschaft der Anleger angesichts steigender Renditen haben die Dynamik aus dem Markt genommen, die noch vor zwei Wochen zu spüren war. Nun testet der Dax seine 200-Tage-Linie, die allerdings keine große Aussagekraft mehr haben dürfte. 200-Tage-Linien sind trendfolgende Indikatoren, und wo kein Trend ist, verringert sich die Aussagekraft solcher Werkzeuge. Der Dax erlebt eine ausgeprägte Schaukelbörse, und die Saisonalität unterstreicht, dass dies noch ein paar Wochen so bleiben könnte. Ein schwacher Tag kann durch einen starken Folgetag ausgeglichen werden, aber eine klare Richtung entsteht dadurch nicht."

"Wenn die Europäische Zentralbank heute an der Zinsschraube dreht, dürfte das am Markt kaum jemanden überraschen und kaum Reaktionen in den Kursen auslösen. Es wird daher viel mehr darauf ankommen, wie EZB-Chefin Christine Lagarde den geldpolitischen Pfad für den Rest des Jahres einschätzt. Es ist gut möglich, dass sie eine weitere Anhebung des Leitzinses im September nicht ausschließt, aber die entscheidende Frage ist, ob daraus ein Pfad serieller Zinsanhebungen bis zum Jahresende folgt. Darin läge die eigentliche Überraschung. Momentan ist es wahrscheinlicher, dass die EZB ihre Geldpolitik weiterhin datenabhängig gestalten wird. Eine Abweichung von diesem Kurs könnte zu neuer Volatilität am europäischen Kapitalmarkt führen."

"Die Nachfrage nach SpaceX-Aktien ist Berichten zufolge viermal höher als das Angebot. Es könnte sich allerdings als Trugschluss herausstellen, aus diesem Umstand einen steigenden Aktienkurs am ersten Handelstag abzuleiten. Eine höhere Nachfrage zum Ausgabekurs von 135 Dollar vor der Erstnotierung muss nicht bedeuten, dass die Nachfrage auch nach der Erstnotierung und bei höheren Kursen noch gleich hoch sein wird. Sie könnte auch geringer werden, wenn die Aktie am ersten Tag fällt und enttäuschte Anleger beschließen, zu verkaufen. Der Erfolg oder Misserfolg des SpaceX-Börsengangs wird einen wichtigen Hinweis darauf geben, wie es um den KI-Appetit der Anleger inmitten einer laufenden Kurskorrektur in diesem Sektor noch bestellt ist", sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1552 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8657 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.106 US-Dollar gezahlt (+0,8 Prozent). Das entspricht einem Preis von 114,28 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 93,26 US-Dollar, das waren 16 Cent oder 0,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 11.06.2026 - 09:33 Uhr

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