Donnerstag, 04. Juni 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Bundesregierung steht weiter hinter Olympia in Deutschland
Sicherheitsallianz warnt vor chinesischer Spionage über Linkedin
CDU-Präsidiumsmitglied pocht auf Bafög-Erhöhung
Eli Lilly halbiert Milliarden-Investition in Deutschland
Hubertz verteidigt geplante Wohngeld-Kürzungen
IG Metall wirft Regierung Versagen bei Entgelttransparenz vor
Dax lässt deutlich nach - Strafzollandrohungen belasten Börse
CDA kritisiert DGB-Demo vor Gipfel im Kanzleramt
Fiedler widerspricht Bas im Streit um Beamten-Pensionen
Wirtschaftsweiser warnt vor hohen Pflegekosten für Kinder

Newsticker

14:47Heusgen gegen Streben nach ständigem Sitz im UN-Sicherheitsrat
14:34Trade Republic wird Vertriebspartner für SpaceX-Börsengang
14:30Söder warnt Pistorius vor Schwächung von Landeskommandos
14:21Bahn fürchtet Probleme für Regionalverkehr wegen Italo-Konkurrenz
13:48Heusgen wirft Merz "Relativierung des Völkerrechts" vor
13:43Familienministerin hält Senkung der Elterngeld-Monate für denkbar
13:39Patientenschützer kritisieren Warkens Pflegereform
13:29Höcke-Vertrauter Möller kandidiert als AfD-Vize
13:28Niedersachsen: Plattdeutsch wird erstmals reguläres Unterrichtsfach
13:17Leverkusen bestätigt Trainerwechsel - Martinez folgt auf Hjulmand
13:12Linnemann für Streichung von Paragraf 188 zur Politikerbeleidigung
13:01Israel: Gericht erlaubt Rotem Kreuz Zugang zu Sicherheitshäftlingen
13:00NRW-SPD will Schulsystem auf zwei Schulformen reduzieren
12:51Säbelrasseln an der Taiwanstraße: Mehr chinesische Kampfflugzeuge
12:47Von der Leyen kündigt Unterstützungspaket für Armenien an

Börse

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem bereits freundlichen Start bis zum Mittag weiter im grünen Bereich gehalten. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.915 Punkten berechnet, 0,5 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Heusgen wirft Merz "Relativierung des Völkerrechts" vor


Christoph Heusgen (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der frühere deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen, Christoph Heusgen, führt die Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum Uno-Sicherheitsrat darauf zurück, dass die Bundesregierung nach Wahrnehmung vieler Staaten völkerrechtlich unterschiedliche Maßstäbe anlegt. "Die Relativierung des Völkerrechts hat uns Glaubwürdigkeit und Stimmen gekostet", sagte Heusgen dem "Spiegel".

Als Beispiel nannte Heusgen die Nahostpolitik von Kanzler Friedrich Merz (CDU). Wenn man zu Recht sage, die Sicherheit Israels sei Teil der deutschen Staatsräson, könne das nicht heißen, dass man alles hinnehme oder gar unterstütze, was die israelische Regierung tue. Er glaube nicht, dass der Sicherheit Israels gedient sei, wenn Israel das Völkerrecht breche und Deutschland dazu schweige, sagte Heusgen, der außen- und sicherheitspolitischer Berater der Bundeskanzlerin Angela Merkel war.

Heusgen riet der Bundesregierung, viel mehr auf jene Stimmen aus Israel zu hören, die sagten, gerade wegen der großen historischen Verantwortung müsse Deutschland die israelische Regierung sehr viel stärker anhalten, sich nach dem Völkerrecht zu richten. Er denke, es sei höchste Zeit, dass sich die Bundesregierung das noch einmal grundsätzlich überlege.

Um die Aktionen anderer Staaten zu beurteilen, solle die Bundesregierung ins Grundgesetz schauen, egal ob es um die USA gehe oder andere. Heusgen führte aus: Artikel 25 sage: "Die allgemeinen Regeln des Völkerrechts sind Bestandteil des Bundesrechts." Deutschland solle das Völkerrecht nicht relativieren, sondern sich immer an seinen Prinzipien orientieren.

Gerade in Bezug auf die Politik von US-Präsident Trump riet Heusgen dazu, immer abgestimmt mit den europäischen Partnern zu reagieren. Beim Streit der USA mit Dänemark wegen Grönland habe sich gezeigt: Wenn die EU geschlossen auftrete, sei sie ein Machtfaktor. Man solle auf nationale Alleingänge verzichten. "Und wir sollten unsere eigenen Positionen stärker hinterfragen, wenn eine gemeinsame Haltung daran scheitert, dass andere auf den Prinzipien des Völkerrechts beharren."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 04.06.2026 - 13:48 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung