Freitag, 22. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax lässt nach - Airbus-Aktie schwächer
Ukraine begrüßt Merz-Vorschlag für EU-Teilmitgliedschaft
FCAS: Airbus will an Entwicklung von Kampfjet festhalten
Wadephul plädiert für neue Lastenteilung in der Nato
Vereitelter Mordanschlag: Beck will härtere Gangart gegenüber Iran
Verbändebündnis fürchtet Einbruch beim Wohnungsbau
Schwarz-Rot setzt auf WM-Schub
SPD teilt Steinmeiers Zweifel an Wehrdienst nicht
Bund verhandelt mit Rosneft über Aussetzen von Klage
THW warnt vor wachsender Waldbrandgefahr durch Klimawandel

Newsticker

14:55CDU-Arbeitnehmerflügel weist Kritik an Anti-AfD-Broschüre zurück
14:44Schneider will Klimaschutzprogramm nachbessern
14:01Wagner bleibt Cheftrainer beim 1. FC Köln
13:35Linke kritisiert Einbruch bei Wohnungsfertigstellungen
13:18Ex-TU-Präsidentin Rauch muss keine Strafe für "Like" zahlen
13:17Röwekamp begrüßt Verlegung von US-Truppen nach Polen
12:40Guardiola tritt als Trainer von Manchester City zurück
12:32Dax weiter freundlich - defensives Verhalten vor dem Wochenende
12:27Bund plant Sofortprogramm für mehr Cybersicherheit
12:24Rayan Ghrieb wechselt zum 1. FC Nürnberg
12:21Bundestag beschließt Apothekenreform
12:13Berlin würde entführtes Passagierflugzeug nicht abschießen
11:32Rubio: US-Truppenverlegungen in Europa "keine Bestrafung"
11:30Immobilienwirtschaft fordert Stopp der Mietpreisbremse
11:09Italo fordert Mindestanteil an Bahnstrecken

Börse

Der Dax ist am Freitag nach einem bereits positiven Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter im grünen Bereich geblieben. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.810 Punkten berechnet, 0,8 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Schneider will Klimaschutzprogramm nachbessern


Carsten Schneider am 20.05.2026 / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) ist bereit, sein Klimaschutzprogramm nachzubessern. "Wir werden das beobachten und gegebenenfalls nachsteuern", sagte der SPD-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe).

Zuvor hatte der gesetzlich eingesetzte Expertenrat für Klimafragen mitgeteilt, dass Deutschland seine Ziele zur Minderung der Treibhausgase verfehlen werde. Schneiders neues Klimaschutzprogramm reiche nicht aus, um die nötige Verringerung sicherzustellen. "Ich nehme ernst, was der Expertenrat sagt", teilte der Minister mit. "Aber es bringt nichts, politische Entscheidungen alle paar Monate zu ändern, das verunsichert."

Schneider verschärfte zudem den Dissens mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und machte klar, dass er die bisherigen Gesetzentwürfe zum sogenannten Netzpaket und zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) nicht mittragen werde. "Wer heute in Zeiten der fossilen Krise noch gegen erneuerbare Energien zu Felde zieht, schadet nicht nur dem Klima, sondern auch dem nationalen Interesse", sagte Schneider mit Verweis auf Reiches Vorschlag, die private Solarförderung mit der Einspeisevergütung zu streichen.

"Ich möchte nie wieder erleben, dass wir in der Energieversorgung von Ländern wie Russland oder Iran erpressbar sind." Im Netzpaket wandte er sich gegen den sogenannten Redispatch-Vorbehalt: dass Reiche den Zubau von Wind- und Solaranlagen in netzüberlasteten Regionen dadurch bremsen will, dass die Vergütung bei Abschaltungen dort künftig entfallen soll. "Wenn man die Einspeisevergütung streicht oder die Entschädigung bei Abregelung, werden Investitionen gefährdet oder deutlich teurer", gab Schneider zu bedenken.

"Klar ist für uns als SPD, dass es keine Stoppschilder für die Energiewende geben darf: Die Gesetzentwürfe müssen sicherstellen, dass der Ausbau weitergeht und nicht langsamer oder teurer wird." Deswegen habe man die Kabinettsbefassung mit Reiches Novellen verschoben.

Der Minister sieht durch Reiches Vorstoß auch seine eigenen Pläne aus dem Klimaschutzprogramm gefährdet, den Bau von 2.000 neuen Windrädern zu fördern. "Ein Redispatch-Vorbehalt könnte den Erneuerbaren-Ausbau konterkarieren, wenn sich die Investitionen nicht lohnen", sagte er. Der Vorbehalt "entzieht schlicht eine valide Kalkulationsgrundlage".

Schneider nahm zudem zu Berichten Stellung, wonach die Energiekonzerne Totalenergies und BP Windkraftflächen in der deutschen Nord- und Ostsee zurückgeben wollten, weil sie sich nicht rechneten. "Wenn sie sich wirklich zurückziehen, bestehen wir auf der Zahlung der Pönale, der Vertragsstrafe", kündigte Schneider an. "Die Unternehmen verdienen gut, ich erwarte, dass sie schnell Klarheit schaffen." Er zeigte sich zugleich "sehr optimistisch, dass andere Anbieter die Flächen übernehmen würden".

Der frühere Ostbeauftragte der Bundesregierung räumte ein, dass die Koalition bei ihrer Amtsübernahme vor einem Jahr die ökonomische Stärke Deutschlands überschätzt habe. "In der Union und auch bei uns in der SPD war zu Beginn das Bild von der Wirtschaftslage nicht so, wie es sich dann herausstellte", sagte er. "Manche Erwartungen an die Kanzlerschaft von Friedrich Merz waren stark übertrieben." Das habe vor allem für CDU und CSU gegolten, aber auch für die Geschäftswelt. "Die Union ist da zum Teil auch Opfer der eigenen vollmundigen Wahlkampfversprechen geworden", so der Umwelt- und Klimaschutzminister. "Auch in Teilen der Wirtschaft gab es die unrealistische Annahme, ein Regierungswechsel allein mache schon alles gut."

Schneider deutete an, dass er einen anderen Umgang mit dem Wal Timmy gewählt hätte als der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD). Diesem war vorgeworfen worden, das Leiden des verendenden Tieres unnötig herausgezögert zu haben. "Ich bin auf dem Land mit Tieren groß geworden und weiß daher: Es ist nun einmal so, das Sterben gehört zum Leben dazu", sagte Schneider. "Es wäre schön, wenn das Schicksal des Buckelwals die großen Probleme für unsere Meere ins Bewusstsein rückt, etwa durch Plastikmüll."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 22.05.2026 - 14:44 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung