Donnerstag, 21. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Dax legt am Mittag zu - Infineon vorn
Ricarda Lang kritisiert Sparpläne beim Elterngeld
Dröge fordert Abschied von Microsoft in Behörden
Gastgewerbe-Umsatz fällt auf niedrigsten Stand seit Coronakrise
Dax startet leicht im Plus - Anleger warten auf Nvidia-Zahlen
Landkreise fordern mehr Zivilschutz-Investitionen
Ifo-Chef Fuest kritisiert Bundesregierung scharf
BASF bestätigt Stellenabbau durch Sparprogramm
Ditib sieht keine Möglichkeit zur eigenen Finanzierung von Imamen
Von der Leyen drängt auf "Vollendung" des Binnenmarkts

Newsticker

04:00Steinmeier kritisiert Regierung für fehlende Großreformen
01:00Republica-Gründer empfiehlt Abschied von Plattform X
00:00Parteien erhalten 2026 mehr staatliche Zuschüsse
00:00Lauterbach pocht auf Widerspruchslösung bei Organspende
00:00Tarifbindung in Deutschland drastisch gesunken
00:00Bericht: Rentenkommission will späteren Renteneintritt vorschlagen
22:59SC Freiburg verliert Europa-League-Finale gegen Aston Villa
22:32Grüne werfen Union Unterstützung von AfD-Kandidat Kaufmann vor
22:21US-Börsen legen deutlich zu - Fed hält Zinserhöhung für möglich
21:49Manuel Baum bleibt Cheftrainer beim FC Augsburg
21:07Bericht: Bund steigt mit 40 Prozent bei Panzerbauer KNDS ein
20:12USA erheben Anklage gegen den Kubas Ex-Präsidenten Raúl Castro
20:11Digitalmesse "Republica" verzeichnet leichten Besucherrückgang
18:32Lottozahlen vom Mittwoch (20.05.2026)
18:13Unionsabgeordnete ziehen rote Linien für Merz

Börse

Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.737 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Start auf Vortagesniveau arbeitete sich der Dax zunächst ins Plus vor, bevor er seine Zugewinne am Nachmittag deutlich ausbauen konnte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Steinmeier kritisiert Regierung für fehlende Großreformen


Frank-Walter Steinmeier (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bemängelt, dass die Bundesregierung bisher keine Großreformen umgesetzt hat. "Es fehlt, glaube ich, nicht am ernsten Willen, Veränderungen herbeizuführen", sagte Steinmeier dem Podcast "Vorangedacht" von "T-Online". "Es fehlt nicht daran, die Felder auszuleuchten, auf denen diese Reformen notwendig sind. Aber es ist bisher nicht gelungen, das in einem wirklich großen Paket zusammenzuführen, das die Öffentlichkeit so überzeugt hätte, dass sie den weiteren Weg von Reformen bereitwillig mitgeht."

Das Vorgehen der schwarz-roten Koalition sieht Steinmeier mit Skepsis. Die Reform des Sozialstaats sei seiner Ansicht nach notwendig. Und hier sei vielleicht einer der Nachteile, dass man zwei Chips aus der Hand gegeben habe, bevor die Reformarbeit im Sozialstaatsbereich beginne: Indem die Mütterrente und die Rentenniveau-Sicherung vorgezogen worden seien, seien zwei Stellschrauben verloren gegangen, die eigentlich zu der großen Reform des Sozialstaates gehört hätten, sagte er.

Die Entwicklung der politischen Debatten betrachtet der Bundespräsident mit Besorgnis. Die Kommunikation habe sich verändert. "Die Dringlichkeit, auf jede Aussage des Koalitionspartners gleich mit derselben Münze heimzuzahlen, hat möglicherweise zugenommen", sagte Steinmeier. Reformpakete entstünden eigentlich nicht vor den Mikrofonen und Kameras, sondern in geduldiger Arbeit, die mit Ernsthaftigkeit und tiefer Sachkenntnis geführt werde.

Das sei heute schwerer als Mitte der 2000er Jahre, als er in seiner damaligen Funktion als Kanzleramtsminister unter Bundeskanzler Gerhard Schröder die Reformen der Agenda 2010 steuerte. "Die Verhältnisse haben sich gegenüber der Agenda-Zeit verändert", so Steinmeier. Seit der Abwanderung eines Großteils der politischen Kommunikation in die sozialen Medien sei etwas verloren gegangen, was jede Demokratie brauche: die "Zwischentöne zwischen Schwarz und Weiß". Es sei heute schwer geworden, in den sozialen Medien Themen zu promovieren, die nicht auf ein klares Ja oder Nein oder klares Schwarz oder Weiß hinausliefen. Die Demokratie lebe aber nun mal von Kompromissen und brauche die Beschäftigung mit den Zwischentönen, brauche Nachdenklichkeit - und das sei weniger geworden.

Grundsätzlich hält der Bundespräsident die deutsche Bevölkerung jedoch für reformbereit. "Ich bin der Meinung, dass die Menschen wissen, dass wir Veränderungen im eigenen Land brauchen", sagte Steinmeier. Aber gleichzeitig hätten sie natürlich Angst vor den Veränderungen, die möglicherweise kommen könnten. Damit habe jede Politik umzugehen.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 21.05.2026 - 04:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung