Samstag, 02. Mai 2026
NEWS25
HOME   POLITIK   WIRTSCHAFT   SPORT   ETC.   NET-NEWS   ARCHIV   

Meistgelesene Nachrichten

Bundesregierung alarmiert über US-KI "Mythos"
Studie: Subventionen können AfD ausbremsen
Zahl neuer Asylanträge im April erneut gesunken
Chemieindustrie fürchtet Verschärfung der Versorgungsengpässe
Rentenexperten kritisieren geplante Kürzung des Bundeszuschusses
Tankstellenpreise fallen deutlich
Walpurgisnacht in Berlin aus Sicht der Polizei entspannt
Bundespolizei droht mit robustem Eingreifen bei Mai-Krawallen
Trump erhöht Zölle für Importe von Autos und Lastwagen aus der EU
Klingbeil sieht "verdammte Pflicht" für Gelingen der Koalition

Newsticker

01:00EU sieht begrenzte zusätzliche Wirkung durch deutsches Klimaziel
01:00Kanzleramtschef ruft Schwarz-Rot zum Durchhalten auf
01:00Index: KI setzt Bürojobs unter Druck
01:00Bahn zieht positive Bilanz bei Reinigungsprogramm
01:00Rainer prüft Entlastungen für Bauern
00:01Klingbeil will Spitzenverdiener für Entlastung heranziehen
00:00GdW für einkommensabhängige Beteiligung von Mietern an Sanierungen
00:00Krankenstand im ersten Quartal leicht gegenüber Vorjahr gesunken
00:00Heusgen und Murphy hoffen auf Wahlsiege der US-Demokraten
22:22US-Börsen uneinheitlich - Nasdaq legt zu
20:14Gewinnzahlen Eurojackpot vom Freitag (01.05.2026)
18:14Trump erhöht Zölle für Importe von Autos und Lastwagen aus der EU
17:54Grüne wollen mehr Polizei an Bahnhöfen
17:39Wadephul hält Nato für robust
16:28SPD drängt auf mehr Schutz für Juden

Börse

Am Donnerstag hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.292 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start drehte der Dax am Mittwoch ins Plus und baute im weiteren Verlauf seine Zugewinne aus. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Kanzleramtschef ruft Schwarz-Rot zum Durchhalten auf


Thorsten Frei (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) hat sich zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Bundesregierung optimistisch gezeigt, dass Union und SPD gemeinsam bis zum Ende der Legislaturperiode regieren. "Diese Koalition muss und wird durchhalten, um ihre Aufgabe zu erfüllen", sagte Frei der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe).

Man müsse unterschiedliche Positionen zusammenführen. "Und zwar nicht auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern so, dass es der Wettbewerbsfähigkeit des Landes nutzt", forderte Frei.

Große Herausforderungen verlangten große Antworten. Dass der Weg dorthin mitunter steinig sei, dürfte niemanden überraschen, sagte der CDU-Politiker. Die Koalition sei bereits wichtige Reformen wie die Reduzierung der Körperschaftsteuer, die sogenannte "Aktivrente" und die Abschaffung des Bürgergeldes angegangen.

Frei mahnte für die nächsten Wochen Tempo an für weitere Schritte. "Wir schlagen ein hohes Tempo an. Die Gesundheitsreform soll noch vor der Sommerpause vom Parlament beschlossen werden. Ähnlich zügig müssen wir bei Pflege und Rente sein", sagte er. "Uns allen ist bewusst: Wir haben keine Zeit zu verschenken."

Mit Blick auf die gerade vom Kabinett beschlossene Gesundheitsreform erklärte er, Beitragsstabilität sei das gemeinsame Ziel. "Die sozialste Politik ist eine Politik, die nicht zu jährlich steigenden Beiträgen führt", behauptete er. "Wir haben eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt, aber keineswegs spitzenmäßigen Ergebnisse. Wir sorgen nun dafür, dass die Ausgaben sich wieder an den Einnahmen orientieren. Dafür nimmt die Reform alle Beteiligten in die Pflicht - von den Ärzten über die Pharmaindustrie bis zu den Versicherten. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit."

Frei bezeichnete jüngste Umfragen, in denen die AfD deutlich vor den Regierungsparteien liegt, als alarmierend. "Wenn Radikale stark sind, muss die Mitte bessere Ergebnisse liefern. Das spornt uns an", sagte er. "Der Auftrag ist klar: Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit steigern und Arbeitsplätze sichern, um Extremisten zurückzudrängen."

Bei der geplanten Einkommensteuerreform will Frei eine "echte Entlastung möglichst vieler Steuerzahler" erreichen. "Ich halte es nicht für zielführend, die Reform vollkommen aufkommensneutral und als reine Umverteilung zu gestalten. Vielmehr sollte eine echte Entlastung möglichst vieler Steuerzahler gelingen, was insbesondere der Binnenkonjunktur nutzt."

Frei bekräftigte das Ziel, eine Einkommensteuerreform vorzulegen, "die eine Entlastung für Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen bedeutet". "Fest steht, dass wir zurzeit viel zu früh anfangen, maximal zu besteuern. Der Spitzensteuersatz beginnt bereits bei etwa 70.000 Euro. Dabei sollte sich der Spitzensteuersatz doch auf die wirklich Reichen konzentrieren - und nicht die Leistungsträger der Mitte über Gebühr in Anspruch nehmen, für die beispielsweise auch deshalb der Traum vom Eigenheim verunmöglicht wird."

Frei wies in dem Interview die scharfe Kritik aus der AfD an der hohen Neuverschuldung in den nächsten Jahren zurück. "Die Sicherheit unseres Landes sollte uns dieser Kraftakt wert sein. Wir werden den Frieden nur sichern, wenn wir Russland glaubhaft abschrecken", sagte der CDU-Politiker. Der Großteil der zusätzlichen Verschuldung hänge vor allem mit den Investitionen in die Verteidigung zusammen. "Wir kommen von einem Wehretat von 50 Milliarden und werden in einigen Jahren bei knapp 200 Milliarden Euro liegen. Aus diesem Grund müssen wir in den nächsten Wochen auch hart daran arbeiten, weitere Einsparungen im Haushalt vorzunehmen", forderte Frei.

Eine erneute Aussetzung der Schuldenbremse in der Iran-Krise, wie sie die SPD zuletzt als Möglichkeit ins Spiel gebracht hatte, schließt der CDU-Politiker allerdings aus. "Das ist keine Option. Wenn wir so weitermachen, zahlen wir 2030 allein 80 Milliarden Euro nur für Zinsen", sagte er. "Mehr Schulden sind nicht verantwortbar, da dadurch die Handlungsspielräume immer mehr eingeschnürt werden."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 02.05.2026 - 01:00 Uhr

Loading...


  Andere News


   © news25 2024 | Impressum, Datenschutzerklärung