Freitag, 10. April 2026
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Öllobby erwartet länger anhaltende Auswirkungen des Iran-Kriegs
Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des "Wirtschaftsverband Fuels und Energie" (en2x), rechnet mit länger anhaltenden Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Spritpreise in Deutschland. "Gestern sind sie im Schnitt gesunken, entsprechend der Notierungen, die wir auch an den Weltmärkten gesehen haben. Aber wir haben eine extrem volatile Lage, inwieweit sich die Versorgung mittelfristig stabilisiert und auch beschädigte Raffinerien wieder aufgebaut werden", sagte er am Freitag den Sendern RTL und ntv. Es gehe nicht nur um die Straße von Hormus, sondern um das Angebot, das es weltweit brauche. "Das können wir im Moment nicht absehen. Wir gehen schon davon aus, dass die Auswirkungen länger zu spüren sein werden", sagte Küchen. Angesichts deutlich gestiegener Spritpreise in Folge des Iran-Kriegs weist der Lobbyverband den Vorwurf der "Abzocke" an den Tankstellen zurück. Das sei "eine Folge der Entwicklung auf den Weltmärkten. Wir haben - und das sagt auch die internationale Energieagentur - die größte Störung der Ölversorgung weltweit in der Geschichte", sagte Küchen. Rund 20 Prozent der Ölversorgung stünden durch die Sperrung der Straße von Hormus und wegen beschädigter Raffinerien nicht mehr zur Verfügung. "Das heißt, hier können wir auch langfristigere Auswirkungen haben, denn es geht nicht nur um Rohöl, sondern gerade auch um Ölprodukte, Benzin und Diesel vor allem. Das sind getrennte Märkte und die Entwicklung auf den Weltmärkten macht sich insbesondere bei der Nachfrage nach den Kraftstoffen bemerkbar." Deswegen seien die Preise weltweit gestiegen. Die Preise an den deutschen Tankstellen reflektierten "nur und relativ genau" die Entwicklung der Marktpreise für diese Produkte und man sehe "ähnliche Entwicklungen weltweit", so Küchen. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 10.04.2026 - 09:11 Uhr
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