Freitag, 27. März 2026
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Seeheimer Kreis will Rentengelder auch in Start-ups anlegen
In einem Positionspapier des "Seeheimer Kreises" schlagen drei SPD-Politiker einen schrittweisen Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge bei der gesetzlichen Rente vor. Das berichtet das "Handelsblatt". Demnach wollen die drei SPD-Abgeordneten Philipp Rottwilm, Parsa Marvi und Daniel Bettermann einen "Bundesfonds Altersvorsorge" schaffen, der bis zu fünf Prozent seines Kapitals in Start-ups oder europäischen Unternehmen anlegen darf, die an die Börse gehen. Ein solcher Fonds soll Wahlprodukt für die betriebliche und private Altersvorsorge werden. Im weiteren Verlauf soll der Fonds auch "als Vehikel für eine teilweise kapitalgedeckte Finanzierung der gesetzlichen Rente dienen", schreiben die drei SPD-Abgeordneten. Der Bundestag hatte erst am Freitagvormittag eine Reform der privaten Altersvorsorge beschlossen. Die SPD will am Freitagnachmittag zudem einen Reformplan für die nächsten Monate entwickeln. SPD-Parteichef Lars Klingbeil hatte am Mittwoch in einer Grundsatzrede Grundzüge seines Reformplans vorgestellt. Die drei SPD-Abgeordneten ergänzen Klingbeils Reformplan um eine Start-up-Strategie. Um die Steueranreize für Start-ups zu verbessern, wollen die drei SPD-Politiker "Forschungs-Tax-Credits" einführen. Auch sollen Versicherungen und Pensionskassen künftig leichter in Jungfirmen investieren dürfen. "Dazu müssen wir auch die regulatorischen Rahmenbedingungen verbessern", heißt es in dem SPD-Papier. Privatanleger sollen sich durch neue Privatanlegertranchen in Dachfonds ebenfalls leichter an Wachstumsunternehmen beteiligen können. "Bei Umsetzung dieser Forderungen halten wir es für realistisch, dass die WIN-Initiative bis 2030 auf 25 Milliarden Euro wächst", schreiben die SPD-Abgeordneten. Bislang soll dieses Bündnis zwölf Milliarden Euro an Kapital für Start-ups bis 2030 mobilisieren. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 27.03.2026 - 14:22 Uhr
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