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Der Dax hat am Montagmorgen wieder deutliche Kursverluste verzeichnet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 21.975 Punkten berechnet, und damit 1,8 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Deutsche Börse, Brenntag und Mercedes-Benz, am Ende Vonovia, Rheinmetall und Siemens Energy. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Iran-Krieg dürfte Fernwärme vielerorts mit Verspätung verteuern


Fernwärme-Anschluss (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Fachleute erwarten, dass die steigenden Gas-Großhandelspreise infolge des Iran-Kriegs mit Verspätung bei vielen Fernwärme-Kunden ankommen werden. "Es kommt allerdings darauf an, wie die Wärme vor Ort erzeugt wird", sagte Florian Munder, Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), dem "Spiegel". "Manche Netze sind schon weitgehend frei von fossiler Energie, was in der aktuellen Krise von Vorteil ist."

Zudem dürfen viele Fernwärme-Versorger die Preise nur einmal im Jahr erhöhen, nur in manchen Fällen halbjährlich oder quartalsweise. "Bis die hohen Großhandelspreise auf Fernwärme-Kunden durchschlagen, kann eine ganze Weile vergehen", so Munder. Viele große Anbieter orientieren sich dabei an einem Index des Statistischen Bundesamts, der die Kosten der einzelnen Brennstoffe über einen längeren Zeitraum betrachtet. "Manche kleinere Betreiber nutzen aber auch Börsenindizes, die kurzfristige Preisschocks schneller abbilden", sagte der Verbraucherschützer.

Der Branchenverband AGFW bestätigt, dass sich Spannungen auf dem Gasmarkt auch auf fossil betriebene Heizkraftwerke auswirken können. Dabei komme es aber auch darauf an, wie kurzfristig oder langfristig im Voraus ein Versorger Gas einkauft. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine zählte die Fernwärme zunächst zu den relativ günstigen Heizmethoden; die hohen Gaspreise schlugen erst mit Verzögerung bei Fernwärme-Kunden durch.

"Auch bei den jüngsten Entwicklungen ist ein ähnliches Muster plausibel", sagte AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch dem "Spiegel": Die Fernwärme dürfte "zunächst vergleichsweise preisstabil bleiben, während mögliche Preissteigerungen erst zeitversetzt wirksam werden".

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 23.03.2026 - 10:06 Uhr

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