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Finanzmärkte aktuell:

Bastian Pastewka stolpert bei Krimi-Podcast über Rollenbilder


Bastian Pastewka (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Bastian Pastewka stolpert bei seinem Podcast für historische Kriminalhörspiele vor allem über die Rollenbilder. "Unsere größte Sorge bei den `Kein Mucks`-Hörspielen ist die Rolle der Frau", sagte Pastewka der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Wir sind schon froh, wenn überhaupt mal eine mitspielt, denn die Krimis der 1950er waren Männersache." Der 53-Jährige zeigte sich dabei "dankbar für jede Evelyn Hamann, die - bevor sie Loriots Partnerin wurde - bei Radio Bremen auch wenige Sätze in Hörspielen gesprochen hat."

Beim Umgang mit rassistischen Stereotypen in Archivschätzen setzt der Krimi-Experte auf Einordnung statt Zensur. "Wenn das Hörspiel im Ganzen gut ist, senden wir auch eine problematische Passage mit", sagte Pastewka. Als Beispiel nannte er eine Produktion über Sherlock Holmes, in der eine Gruppe von Sinti und Roma "immer wieder unter Verdacht" stehe: "Sie werden immer nur mit dem gleichen Vorurteil belegt: Schuldig wegen Streunens." Die Lösung der Redaktion sei Transparenz: "Wir sensibilisieren und machen vorher die berühmte Triggerwarnung. Und das finde ich auch richtig so."

Pastewka räumte zudem mit dem Vorurteil auf, alte Produktionen seien zwangsläufig zu langsam für heutige Seh- und Hörgewohnheiten. "Ich glaube, die Unterhaltung aus dieser Zeit wird heute automatisch belächelt", sagte der Komiker. Die Annahme, man könne es heute nicht mehr "so gemächlich wie früher" machen, hielt er für "ganz falsch". Tatsächlich sei ein Großteil der Hörspiele damals "auf Tempo ausgelegt" gewesen, da man sich an internationalen Vorbildern orientiert habe: "Die Alliierten haben uns die Kriminalliteratur dagelassen und auch ihre Darbietungsform, die in Deutschland zwischen 1933 und 1945 im Grunde nicht existierte."

Die Kürze der damaligen Stücke habe zudem technische Gründe gehabt: "Die guten Krimis dauerten nur 35 bis 40 Minuten. Länger wollte man dem Publikum das Rauschen der damals noch schwachen Sendeübertragung nicht zumuten", so Pastewka. Im Vergleich dazu wirke die heutige Norm entschleunigt: "Heute sind wir auf 90 Minuten geeicht oder wenigstens auf eine Radiostunde. Das ist gemächlich."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 16.03.2026 - 01:00 Uhr

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