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Öltanks (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, erwartet weiter steigende Öl- und Gaspreise.

"Wir müssen damit rechnen, dass die Preise in den kommenden Tagen hoch bleiben und möglicherweise noch weiter steigen werden. Wie stark dieser Anstieg ausfällt, hängt entscheidend von der Intensität und Dauer des Konflikts ab", sagte Schnitzer der "Rheinischen Post" (Dienstag).

"Produktionsanlagen werden zerstört, Transportwege massiv eingeschränkt und Öl- sowie Gasunternehmen vor Ort fahren aus Sicherheitsgründen ihre Produktion zurück. All das verknappt das Angebot von Öl und Gas auf dem Weltmarkt, sorgt für große Unsicherheit und führt zu steigenden Preisen."

Die Münchener Ökonomin regt an, nun die globale Ölreserve einzusetzen: "Im Zuge der Ölkrise wurde die Internationale Energieagentur (IAE) gegründet und unter ihrer Initiative eine globale strategische Ölreserve aufgebaut. Diese Reserve wurde in den vergangenen Jahren mehrfach genutzt, um in Krisensituationen das Angebot kurzfristig zu erhöhen und damit die Preise zu stabilisieren. Es wäre sinnvoll, diese Option auch jetzt wieder zu diskutieren und gegebenenfalls koordiniert einzusetzen."

Zugleich mahnt die Wirtschaftsweise Deutschland, sich unabhängiger von Öl zu machen: "Bei hohen Öl- und Gaspreisen ist es sinnvoll, den Verbrauch, wenn möglich, zu reduzieren. Zudem ist die Politik gut beraten, den Weg zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Importen konsequent weiterzugehen - insbesondere durch den Ausbau erneuerbarer Energien und der notwendigen Netzinfrastruktur."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 10.03.2026 - 00:00 Uhr

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