Samstag, 28. Februar 2026
| |||
| |||
|
Meistgelesene Nachrichten Newsticker
Zum Wochenausklang hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.284 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von wenigen Punkten im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Vormittag, der überwiegend im Plus verlief, drehte der Dax am Nachmittag vorübergehend ins Minus, bevor er wieder auf das Vortagesniveau zurückkehrte. [Weiter...] Finanzmärkte aktuell:
|
Cum-Ex-Expertin Brorhilker: Illegale Geschäfte "laufen bis heute"
Trotz milliardenschwerer Steuerskandale wie Cum-Ex oder Cum-Cum kommen Kriminelle aus der Finanzbranche in Deutschland heute noch immer häufig ungeschoren davon. Das liege am "fatalen Ungleichgewicht der Kräfte", sagte Ex-Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker dem Tagesspiegel. Mit anderen Methoden würden diese illegalen Geschäfte "bis heute laufen". Brorhilker war die Top-Staatsanwältin im Cum-Ex-Skandal, bei dem sich Banker, Anwälte und weitere Finanzmarktakteure mit illegalen Aktiendeals auf Staatskosten bereichert hatten. Sie hatten sich mehrfach Kapitalertragsteuern erstatten lassen, obwohl sie die Steuern zuvor gar nicht gezahlt hatten. Der Schaden beläuft sich auf geschätzt zwölf Milliarden Euro. Brorhilker kehrte der Staatsanwaltschaft im Streit den Rücken und ist seit 2024 Vorständin der Finanz-NGO "Finanzwende". Nach Meinung der Juristin leidet die Verwaltung nach wie vor unter strukturellen Schwächen, die Kriminellen in die Hände spielen. "Auf der einen Seite ist eine schlecht aufgestellte Verwaltung, die unter zahlreichen strukturellen Problemen leidet und sich gerade die dicken Fische selbst nicht zutraut. Auf der anderen Seite steht eine sehr ressourcenstarke Finanzbranche, die nicht nur in den konkreten Verfahren viel Gegenwind entfachen kann, sondern auch im politischen Bereich in der Lage ist, ihre Interessen ziemlich ungebremst durchzusetzen." Im Lobbyregister des Bundestags seien über 500 Lobbyisten für Banken und Versicherungen eingetragen, der Finanzausschuss des Bundestags hat 42 Mitglieder: "Auf jedes Mitglied kommen also mehr als zehn Lobbyisten aus der Finanzbranche", kritisierte die Juristin. Brorhilker fordert eine Reform der Verwaltung, um Steuerbetrug in großem Stil zu verfolgen. "Ich bin für eine spezialisierte zentrale Stelle auf Bundesebene, in der Wissen gebündelt und Prüfungen zentralisiert werden", sagte sie dem Tagesspiegel. Diese "kleine, schlagkräftige, interdisziplinäre" Gruppe solle die Anträge auf eine Erstattung von Kapitalertragsteuern prüfen sowie Fälle von Steuerhinterziehung und Geldwäsche aufklären. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 28.02.2026 - 12:03 Uhr
Andere News
USA-Iran-Konflikt - News im Live-Blog: USA und Israel starten Militärschlag gegen Iran
Israel-Iran-Konflikt: Raketenalarm in Tel Aviv, erste Vergeltungsschläge spürbar
Iran: Donald Trump plant den Enthauptungsschlag - mit unabsehbaren Folgen
| ||