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Zum Wochenausklang hat der Dax geringfügig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.284 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von wenigen Punkten im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem Vormittag, der überwiegend im Plus verlief, drehte der Dax am Nachmittag vorübergehend ins Minus, bevor er wieder auf das Vortagesniveau zurückkehrte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

EU-Zusagen für Energieimporte aus USA übertreffen aktuelle Importe


Schwimmendes LNG-Terminal in Wilhelmshaven (Archiv) / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Die Zusagen der Europäischen Union für Energieimporte aus den USA übertreffen die aktuellen Importe. Die EU bezog vergangenes Jahr Energierohstoffe im Wert von 58,8 Milliarden Euro aus den USA - das sind rund 66,4 Milliarden Dollar zum Wechselkurs von 2025, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat. In ihrem im vergangenen Sommer geschlossenen Zoll-Deal mit US-Präsident Donald Trump hatte die EU versprochen, in den drei Jahren von 2026 bis 2028 insgesamt 750 Milliarden Dollar an Energie aus den USA zu kaufen.

Damit müsste der Wert der importierten Energie rechnerisch in den drei Jahren jeweils 250 Milliarden Dollar betragen. Dies würde gemessen an den Einfuhrwerten des Jahres 2025 eine Vervierfachung erfordern.

Das Zoll-Abkommen zwischen der EU und den USA liegt auf Eis, seit der Oberste Gerichtshof der USA sein Veto eingelegt und US-Präsident Trump neue, höhere Zölle auf anderer Rechtsgrundlage angekündigt hatte. Das EU-Parlament hatte die Ratifizierung des Zoll-Abkommens bis zur Klärung der Lage vertagt, hält aber grundsätzlich am Abkommen fest.

"Ich kann nicht erkennen, wie es angesichts dieser Zahlen bis 2028 möglich sein soll, auf insgesamt 750 Milliarden US-Dollar zu kommen, zumal der Einfuhrwert für Energie aus den USA in die EU im Vergleich zu 2024 sogar gesunken ist", erklärte Hans-Wilhelm Schiffer, Honorarprofessor für Energiewirtschaft an der Rheinisch-Westfälischen Technische Hochschule (RWTH) Aachen in der "Welt am Sonntag". Er hatte die Berechnungen auf Grundlage von Eurostat-Zahlen für die Zeitung angestellt.

Die Energiekäufe der EU in den USA enthalten den Zahlen zufolge Kohle-Importe über 2,6 Milliarden Euro, Öl-Einfuhren für 32 Milliarden Euro sowie Flüssiggas-Käufe für 24,2 Milliarden Euro. Die USA waren mit einem Anteil von 52,5 Prozent im vergangenen Jahr mit weitem Abstand der wichtigste Flüssiggas-Lieferant für Europa. Russland war mit einem Anteil von 16 Prozent Europas zweitwichtigster LNG-Lieferant. Die Lieferungen Moskaus bezahlten die Europäer mit 7,3 Milliarden Euro.

Zwar hat die Europäische Union beschlossen, die Energiebezüge aus Russland ab 1. November 2027 komplett einzustellen. Das könnte den US-Lieferanten einen steigenden Marktanteil bescheren. Doch auch wenn US-Energiekonzerne die bisherigen russischen Liefermengen komplett übernähmen, würde das die Erfüllung der 250-Milliarden-Dollar-Zusage kaum einfacher machen.

"Selbst bei vollständigem Ersatz durch Bezüge aus den USA bliebe die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gewaltig", urteilte RWTH-Experte Schiffer. "Da weder ein nachhaltiger Zuwachs der Energie-Einfuhrmengen der EU noch ein signifikanter Anstieg der Energiepreise auf den internationalen Märkten bis 2028 absehbar sind, müsste der Beitrag der USA zu den gesamten Energieimporten der EU von 19,4 Prozent im Jahr 2025 auf mehr als 50 Prozent im Durchschnitt der Jahre 2026 bis 2028 ansteigen, um dem Ambitionsniveau gemäß Abkommen gerecht zu werden."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 28.02.2026 - 01:00 Uhr

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