Montag, 19. Januar 2026
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Streit um Grönland: SPD wirft Spahn Sympathie für Trump-Kurs vor
Unionsfraktionschef Jens Spahn sieht sich wegen seiner verständnisvollen Äußerungen zu den Annexionsplänen des US-Präsidenten Donald Trump für Grönland scharfer Kritik ausgesetzt. Der Koalitionspartner SPD wirft dem CDU-Politiker nun sogar Wohlwollen für den Weg des US-Präsidenten vor. "Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt bei Spahn durchaus Sympathien für den Kurs von Donald Trump", sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, dem "Stern". "Dieses Verhältnis muss die Union für sich intern klären." Ahmetovic sieht die SPD hingegen an der Seite von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU): "Wir unterstützen den außenpolitischen Kurs der Bundesregierung, die klare Kante gegen Trumps Erpressungsversuche, und stehen weiter solidarisch an der Seite von Dänemark und Grönland." Spahn hatte zuvor gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" Verständnis für Trumps Griff nach Grönland geäußert. "Wenn man die Lage Grönlands auf dem Globus anschaut, sind die von den USA gestellten Fragen übrigens nachvollziehbar", sagte Spahn. Es gehe darum, Grönland gegen andere Mächte wie Russland zu schützen. "Und ja, da hat Donald Trump einen Punkt." Spahn warnte Europa vor ernsthaften Reaktionen auf Trumps Annexionspläne. © dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
NEWS25-Meldung vom 19.01.2026 - 15:40 Uhr
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