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Börse

Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Der Index wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 23.447 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start drehte der Dax bis zum frühen Nachmittag ins Plus, bevor er am späten Nachmittag wieder ins Minus rutschte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dax startet im Plus und knackt erstmals 25.000er-Marke


Frankfurter Börse / Foto: via dts Nachrichtenagentur

 

Der Dax ist am Mittwoch freundlich in den Handelstag gestartet und hat erstmals die Marke von 25.000 Punkten geknackt. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit rund 25.010 Punkten berechnet und damit 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens, Bayer und MTU, am Ende Scout24, Beiersdorf und die Commerzbank.

"Der Dax steigt aus drei Gründen: der Erleichterung darüber, dass es wegen Venezuela nicht zu einem militärischen Konflikt gekommen ist, der Aussicht auf mittelfristig sinkende Ölpreise und einer neuen Lust der Anleger auf Aktien außerhalb der USA", sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Neujahres-Rally im Dax sei in vollem Gange. Technisch seien sogar 25.300 Punkte möglich.

Die Botschaft am globalen Ölmarkt sei unmissverständlich: Die US-Einmischung in Venezuela drohe das ohnehin übervolle globale Ölangebot weiter anschwellen zu lassen - exakt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage ohnehin schwächele, so Stanzl. "An der Chicagoer Terminbörse sitzen Profi-Trader nun in einer Zwickmühle: Sie wurden von den Ereignissen in Venezuela auf dem falschen Fuß erwischt und setzen auf steigende Preise. Fällt der Ölpreis jetzt schnell, könnten sie gezwungen sein, ihre Positionen zu verkaufen - eine Abwärtslawine bei den Preisen wäre nicht auszuschließen."

Venezolanisches Öl könnte dem Analysten zufolge ein Katalysator für neue Zinsspekulationen werden, wenn es dazu beiträgt, die Benzinpreise in den USA zu drücken. "Politisch ist der Effekt nicht minder relevant: Sinkende Energiepreise würden es Donald Trump erleichtern, Kritik an zu hohen Lebenshaltungskosten abzuwehren. Gleichzeitig könnte ein neuer Chef der US-Notenbank fallende Inflationsraten als Rechtfertigung nutzen, den geldpolitischen Kurs zügiger zu lockern." Kurz gesagt: Venezuelas Öl öffne der Spekulation auf aggressivere Zinssenkungen Tür und Tor.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1678 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8563 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 60,21 US-Dollar; das waren 49 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 07.01.2026 - 09:29 Uhr

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