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Zum Wochenausklang hat der Dax nachgelassen. Der Index wurde zum Xetra-Handelsschluss mit 23.447 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start drehte der Dax bis zum frühen Nachmittag ins Plus, bevor er am späten Nachmittag wieder ins Minus rutschte. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Ischinger warnt vor "Zerfall der EU"


Wolfgang Ischinger (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, warnt vor einer weiteren Schwächung oder gar "dem Zerfall der Europäischen Union". Die europäische Idee sei für ihn "die größte und kostbarste Errungenschaft des 20. Jahrhunderts", sagte er dem Nachrichtenportal T-Online.

Deutschlands wichtigste Aufgabe sei es, das europäische Projekt "nach innen und außen zu schützen und mit großen Initiativen neu zu beleben", sagte der frühere Top-Diplomat. "Es gilt, das Europa der Integration durch ein Europa der Sicherheit zu ergänzen. Diese historische Aufgabe erzwingt eine enorme Kraftanstrengung und bedingt eine aktive deutsche Führungsrolle."

Mit Blick auf die sicherheitspolitische Lage zeigte sich Ischinger besorgt.

Wenn sich Europa "nicht mehr vollständig auf die USA und auf den Nato-Schutzschirm verlassen kann", sei der Kontinent "denkbar schlecht für eine militärische Auseinandersetzung gerüstet". Deshalb forderte er "eine massive Konsolidierung des europäischen Verteidigungsmarkts", um diesen global wettbewerbsfähig zu machen. "Es ist dringend erforderlich, dass wir die europäische Kleinstaaterei überwinden."

Zudem kritisierte Ischinger die sicherheitspolitische Entscheidungsunfähigkeit der EU aufgrund des Einstimmigkeitsprinzips. Notwendig sei "der Zusammenschluss derjenigen Länder, die Mehrheitsentscheidungen bevorzugen". Diese müssten "das Kerneuropa bilden", wie es Wolfgang Schäuble bereits vor 30 Jahren vorgeschlagen habe. Ein Europa der Integration könne "nicht automatisch auch ein Europa der Verteidigung, der Sicherheit sein", sagte er. "Hier muss neu gedacht und im Sinne großer Initiativen gehandelt werden."

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 01.01.2026 - 14:43 Uhr

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