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Börse

Der Börsenhandel ist am "Brückentag" schwach gewesen - und viele der anwesenden Marktteilnehmer wollten ihre Papiere notfalls mit kräftigem Abschlag verkaufen. Der Dax schloss bei 23.951 Punkten und damit satte 2,1 Prozentpunkte niedriger als am Vortag. [Weiter...]

Finanzmärkte aktuell:

Dax freundlich - Deutsche Bank nach Quartalszahlen im Aufwind


Anzeigetafel in der Frankfurter Börse / Foto: über dts Nachrichtenagentur

 

Am Dienstag hat der Dax Zugewinne verbucht. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.425 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Über deutliche Zuwächse durften sich die Anleger bei den Aktien von Rheinmetall und der Deutschen Bank freuen. Beide Unternehmen konnten für das erste Quartal einen Gewinnsprung verkünden.

Schlechter lief es dagegen für Porsche. Die Papiere des Autobauers fanden sich nach einem Gewinneinbruch zum Jahresauftakt aufgrund des schwachen China-Geschäfts am unteren Ende der Kursliste wieder.

"Der Dax kämpft in den verbleibenden Stunden bis zum Monatsschluss um den Bestand des Aufwärtstrends im großen Bild", sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Bis dahin kommen noch wichtige Daten zur chinesischen Fertigung, sowie Inflations- und BIP-Daten aus den USA." Das könne nochmal größere Bewegungen auslösen. Dann gelte es, die dafür notwendigen 22.200 Punkte zu halten. "Die Leerverkäufer dürften bis morgen Abend auch nochmal versuchen, einen Fuß in die Tür zu bekommen."

"Eigentlich hätte die Berichtssaison eine willkommene Ablenkung von den täglichen handelspolitischen Nachrichten bringen können." Das funktioniere aber nur begrenzt. In jeder Bilanzpressekonferenz seien die Worte "Zölle" und "Wachstumsabschwächung" in kurzer Abfolge zu hören. Es gebe immer mehr Unternehmen gerade in den USA, die keinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wagten.

Zwar schwinge auch immer die Hoffnung mit, dass es in den Verhandlungen mit anderen Ländern Fortschritte geben werde. In der Zwischenzeit aber blieben Prognosen unmöglich, da sich die Handelspolitik des Präsidenten beinahe täglich ändere. "Die Tendenz zu Kostensenkungen und Sparmaßnahmen ist klar vorhanden und Aktienrückkaufprogramme werden eingestellt. Man versucht, die Kosten zusammenzuhalten. Corporate America tritt gemeinsam auf die Bremse und wartet auf Klarheit in der Handelspolitik."

"Die starken Quartalszahlen der Deutschen Bank zeigen, dass sich die Welt im Zweifel auch ohne die USA weiterdreht. Europa hat eigene Themen, die ganz ohne irgendwelche Zoll-Eingeständnisse Trumps auskommen. Die Unternehmen könnten sich am Ende als weitaus widerstandsfähiger erweisen. Aber auch die Deutsche Bank hat Rückstellungen für Kreditausfälle gebildet, die im Zuge der Zölle eintreten könnten. Andere große Banken treffen die gleichen Vorbereitungen."

Gleichzeitig gebe es Hoffnung auf staatliche Investitionen in Infrastruktur, Verteidigung und Energie, die das Geschäft später im Jahr deutlich verbessern könnten. Das liege nicht nur an einer möglicherweise höheren Nachfrage nach Krediten. "Auch die Zinskurve könnte steiler werden, sollte Deutschland mehr langfristige Staatsanleihen ausgeben, was die Profitabilität im Kreditgeschäft der Banken erhöhen würde", sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1402 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8770 Euro zu haben.

Der Goldpreis ließ deutlich nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 3.306 US-Dollar gezahlt (-1,1 Prozent). Das entspricht einem Preis von 93,21 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 64,70 US-Dollar, das waren 116 Cent oder 1,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

 

NEWS25-Meldung vom 29.04.2025 - 17:46 Uhr

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